Know-how rund um die Wohnungsbauprämie

Know-how rund um die WohnungsbauprämieHäuslebauer hergehört: Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die man bei Abschluss eines Bausparvertrags beantragen kann. Sie kann von jedem Bürger mit Vollendung des 16. Lebensjahres in Anspruch genommen werden, der in Deutschland lebt. Wer sich den Traum von einer eigenen Immobilie erfüllen möchte, mehr...

Risiken einer Baufinanzierung minimieren - Ratgeber und Tipps

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Hausbau und Hausbesitz: Gut abgesichert durch alle Lebenslagen

Hausbau und Hausbesitz: Gut abgesichert durch alle Lebenslagen Bauherren und Immobilienkäufer setzen sich mit dem Bau bzw. Erwerb einer Immobilie einem hohen finanziellen Risiko aus. Tritt ein Schaden an ihrem Eigentum auf oder werden Dritte auf ihrem Grundstück geschädigt, müssen sie ohne Versicherungsschutz mit ihrem Privatvermögen für Schäden haften bzw. dafür aus eigener Tasche aufkommen. Um langfristig ruhig schlafen zu können, empfiehlt sich daher der Abschluss einiger Versicherungspolicen, die zumindest einen Teil des finanziellen Risikos für Hausbesitzer schultern. mehr...

News

Grünes Geld - Mehr Wert(2002-01-25 12:00:00)

"Ökologische Geldanlagen" - vor zehn Jahren ein noch unbekanntes Thema. Doch was zeichnet überhaupt eine solche Anlageform aus?

Ökologische Geldanlagen florieren


    "Das höchste Ziel des Kapitals ist nicht, Geld zu verdienen, sondern der Einsatz von Geld zur Verbesserung des Lebens." Henry Ford (1863-1947), amerikanischer Großindustrieller
Eine altbekannte Weisheit sagt, dass Geld nicht stinkt. Zwar rechnen sich die Renditen von Chemiekonzernen, Zigarettenherstellern oder Rüstungsfirmen, aber ein guten Gewissen bleibt wohl kaum zurück.

Das ökonomische Interesse an ökologischen Anlagen wurde nicht zuletzt durch das boomende Geschäft mit den erneuerbaren Energien, das durch staatliche Fördergelder gestärkt wurde, vorangetrieben.

Seit Jahren wächst der Markt für ethisch-ökologische Geldanlagen und die Tendenz ist weiterhin steigend. Seit einigen Jahren gibt es zudem spezielle Investmentfonds, die ausschließlich in Umwelttechnologien investieren, sogenannte Ökofonds. Nach Aussagen des Branchendienstes ECO-Reporter summierten sich die Einlagen der 20 Öko- und Ethikfonds im deutschsprachigen Raum im Oktober 2000 auf rund 1,5 Milliarden Euro. Damit hat sich der Marktanteil im letzten Jahr verdreifacht und liegt jetzt bei knapp einem Prozent.




Ethical Investment


Die Wurzeln ethischer Fonds liegen in den angloamerikanischen Regionen. Es waren vor allem Quäker, die aus religiösen Gründen ihr Geld weder in Waffenfirmen noch bei Alkoholproduzenten anlegen wollten.

Die Grundlage für ökologische Geldanlagen bildet das sogenannte ,Ethical Investment - Prinzipiengeleitete Geldanlagen'. Die Wertmaßstäbe von Prinzipiengeleitete Geldanlagen orientieren sich an religiösen, politischen oder ökologischen Kriterien (oder eine Mischung davon).

Öko oder nicht Öko?
"Ökologische Geldanlage", "grünes Geld", "ethisches Investment", "verantwortliche Geldanlage" etc, die Begriffe sind so vielfältig wie die Ziele, Ansprüche und Konzepte, die sich hinter den einzelnen Anlageprodukten befinden.

Gemeinsam ist allen ethisch-ökologisch orientierten Fonds, dass sie Aktien von Unternehmen ausschließen, die nicht den allgemeingültigen Auswahlkriterien entsprechen. Im Detail unterscheiden sich Ökofonds allerdings erheblich.

"Der Begriff ist nicht geschützt", sagt Peter Grieble, Geldexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Bislang fehlen noch übergreifende Standards. Eine abschließende Definition, was żdie' ökologischen Geldanlage ist, gibt es nicht.




Unterschiede zu herkömmlichen Anlageprodukten


Grüne Geldanlagen können auf unterschiedliche Art und Weise zur Verbesserung der Umweltsituation beitragen, indem sie die wirtschaftlichen Stärkung umweltorientierter Unternehmen unterstützen. Insbesondere Fonds, die ja über gebündeltes Kapital verfügen, können Einfluss auf ökologisch bedenkliche Unternehmensaktivitäten nehmen.

Vielfach stellen erst grüne Geldanlagen die notwendige Finanzierung bereit, die für die Gründung neuer ökologisch orientierter Unternehmen oder für die Durchführung umweltfreundlicher Projekte nötig sind.

Die Anfragen von Öko-Fonds nach umweltbezogenen Daten können Unternehmen zwingen, sich mit den Umweltauswirkungen ihrer Aktivitäten verstärkt auseinander zu setzen. Ökofonds schaffen damit verstärkt Transparenz im Unternehmensbereich: Unternehmen, die in Öko-Fonds geführt werden, tragen gewissermaßen ein "Umweltlabel", das sie gegenüber der Konkurrenz auszeichnet.




Rentabilität, Sicherheit und Liquidität


Für jeden Anleger - ob Besitzer von ökologischen oder herkömmlichen Wertpapieren - sind neben der Rentabilität natürlich auch die Sicherheit und die Liquidität einer Geldanlage von Bedeutung. Wie alle anderen Investmentfonds bergen natürlich auch Öko-Fonds Risiken.

In Fragen der Liquidität und ihrer Volatilität unterscheiden sich grüne Geldanlagen nicht von herkömmlichen Aktienfonds. Teilweise sind die Kursschwankungen sogar geringer als die von vergleichbaren konventionellen Geldanlagen.

Ökofonds
Die meisten ökologischen Fonds haben sich auf eine oder mehrere Sparten von "grünen Aktien" spezialisiert. Parallel dazu existieren sogenannte Ethikfonds, die neben ökologischen auch soziale Aspekte bei der Anlageauswahl einbeziehen.

Umwelttechnik-Unternehmen
Hier handelt es sich um Umwelttechnologieproduzenten oder um Unternehmen aus dem Entsorgungsbereich. Eine finanzielle Stärkung dieser Unternehmen führt zu einer Verbilligung von Aktivitäten, die für die Beseitigung von Umweltschäden nötig sind.




Grüne Pioniere


Zu grünen Pionieren zählen junge Unternehmen, die für existierende Produktionsverfahren oder Produkte umweltfreundlichere Alternativen entwickeln. Als grüne Pioniere gelten auch Unternehmen, deren Produktionsabläufe und Produkte sehr niedrige oder gar keine Umweltbelastungen verursachen. Eine Geldanlage in diese Unternehmen ist nicht mit der Entstehung neuer gravierender Umweltschäden verbunden.

Öko-Leader
"Öko-Leader" sind Unternehmen, die geringere Umweltbelastungen verursachen, als andere Unternehmen aus ihrer Branche. Umweltschäden sind dennoch nicht ausgeschlossen, denn die von ihnen entwickelten Alternativen bedeuten nur, dass die Belastungen im Vergleich zu anderen Unternehmen nicht so stark sind.

Neben der direkten Anlage in "grüne Aktien" investieren einige gemischte Ökofonds auch in "grüne Rentenpapiere", wobei für die Auswahl der Rentenpapiere gleichen Maßstäbe angelegt werden wie für die Aktienauswahl. In der folgenden Tabelle sind die 20 häufigsten Kriterien aufgelistet, die bei europäischen ethisch-ökologischen Fonds angelegt werden:
     Positivkriterien  Negativkriterien
     Ökologische Transport- und Verkehrssysteme  Alkohol
     Umweltschutz  Tierversuche
     Emissionsreduktion  Rüstungsgüter
     Gute Mitarbeiterbeziehungen  Autoindustrie
     Gesundheitsvorsorge  Diskriminierung von Minderheiten
     Biologische Landwirtschaft  Glücksspiel
     Recycling  Schädliche Emissionen
     Erneuerbare Energiequellen  Atomindustrie
     Abfallbehandlung  Unterdrückende Regime
     Wasserbehandlung  Tabak



Hartnäckigkeit lohnt sich


Obwohl grüne Geldanlagen in den letzten Jahren verstärkt gekauft wurden, machen sie auf dem Anlagemarkt immer noch einen geringen Anteil aus. Vielleicht kann Ihnen ihr Anlageberater deshalb nur wenig über die Vor- und Nachteilen sagen. Es ist auch denkbar, dass aus Unkenntnis heraus Vorurteile und Widerstände auftreten. In solchen Situationen ist schon etwas Hartnäckigkeit gefragt. Lassen sie sich nicht irritieren und fragen sie gezielt nach.

Grüne Wölfe im Schafspelz
Wie jede andere Kapitalanlage, sollten Sie auch grüne Geldanlagen vor dem Kauf genauer überprüfen. Im Falle der Hanseatischen AG oder der Concorde-ARTUS GbR haben Tausende von Anlegern bei deren Konkurs ihre Einlagen verloren.

Einen gewissen Schutz gegen unseriöse Anbieter, die sich die Gutgläubigkeit von grünen Geldanlegern zu Nutze machen, bieten unter anderem die "schwarzen Listen" der Verbraucherschutzzentralen. Lassen Sie also Vorsicht walten, denn nicht jeder Fonds, der als ökologisch sicher angepriesen wird, ist auch wirtschaftlich rentabel.