Know-how rund um die Wohnungsbauprämie

-Anzeige-

Know-how rund um die Wohnungsbauprämie-Anzeige- Häuslebauer hergehört: Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die man bei Abschluss eines Bausparvertrags beantragen kann. Sie kann von jedem Bürger mit Vollendung des 16. Lebensjahres in Anspruch genommen werden, der in Deutschland lebt. Wer sich den Traum von einer eigenen Immobilie erfüllen möchte, mehr...

Risiken einer Baufinanzierung minimieren - Ratgeber und Tipps

-Anzeige-

Risiken einer Baufinanzierung minimieren-Anzeige- Die Zahl der Personen, die eine Baufinanzierung in Anspruch nehmen, ist seit vielen Jahren im Steigen begriffen. Nach einer Statistik auf dem Portal Statista wurden im Jahr 2000 von Banken in Deutschland Wohnungsbaukredite in einer Höhe von insgesamt 683 Milliarden vergeben, 2013 waren es bereits 836 Milliarden. mehr...

Hausbau und Hausbesitz: Gut abgesichert durch alle Lebenslagen

Hausbau und Hausbesitz: Gut abgesichert durch alle Lebenslagen Bauherren und Immobilienkäufer setzen sich mit dem Bau bzw. Erwerb einer Immobilie einem hohen finanziellen Risiko aus. Tritt ein Schaden an ihrem Eigentum auf oder werden Dritte auf ihrem Grundstück geschädigt, müssen sie ohne Versicherungsschutz mit ihrem Privatvermögen für Schäden haften bzw. dafür aus eigener Tasche aufkommen. Um langfristig ruhig schlafen zu können, empfiehlt sich daher der Abschluss einiger Versicherungspolicen, die zumindest einen Teil des finanziellen Risikos für Hausbesitzer schultern. mehr...

News

Wohngebäudeversicherung für stürmische Zeiten(2007-10-08 12:26:36)

tipp_lightning_11.JPG Im Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill über Deutschland hinweg. Mit einem versicherten Schaden an Gebäuden von über zwei Milliarden Euro. Nun stehen wieder die ersten Herbststürme ins Haus. Gegen schlechtes Wetter gibt es keine Versicherung. Aber eine Wohngebäudeversicherung federt die finanziellen Schäden ab.

Gegen Feuer, Wasser und Sturm gewappnet


(ckl) Nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) gab es im Jahr 2005 fast zwei Millionen Schadensfälle bei Wohngebäudeversicherungen. Die Hälfte davon waren Leitungswasserschäden, gefolgt von Sturmschäden, die etwa 700.000 Mal gemeldet wurden. Feuerschäden wurden nur etwa 200.000 Mal gemeldet, Elementarschäden, die zum Beispiel durch Hochwasser entstehen, sogar nur 20.000 Mal. Dennoch gehören gerade diese beiden zu den teuersten Schäden am Haus. Ein durchschnittlicher Feuerschaden schlug mit fast 3.500 Euro zu Buche, ein Elementarschaden verschlang über 2.000 Euro. Für Hausbesitzer ist eine Wohngebäudeversicherung daher sehr wichtig. Sie wird von den meisten Banken und Kreditgebern ohnehin als Sicherheit verlangt. Wohngebäude und Hausrat absichern Eine Wohngebäudeversicherung übernimmt die Kosten von Schäden am Haus, die durch Feuer, Leitungswasser sowie Unwetter und Hagel entstehen. Gebäude, die direkt mit dem Haus verbunden sind oder zum Grundstück gehören, wie zum Beispiel Garagen, können auch mitversichert werden. Die kombinierte oder auch "verbundene Wohngebäudeversicherung" übernimmt zudem die Kosten eines Sachverständigen sowie Aufräumarbeiten und oft auch die damit verbundene Entsorgung von Sondermüll. Versichert ist das Haus selbst und alles, was fest mit der Immobilie verbunden ist. Zum Beispiel Tapeten, verklebte Teppiche, Fenster, Türen oder auch Balkone. Das Mobiliar hingegen ist nicht versichert. Dafür sollte man noch eine extra Hausratversicherung abschließen. Auch das Grundstück selbst ist nicht abgedeckt. Wichtig - eine genaue Risikoanalyse Wer einen umfassenden Schutz für sein Haus wünscht, kann aus einer ganzen Bandbreite von Leistungen wählen und darüber hinaus noch Zusatzleistungen absichern. Diese Deckungserweiterungen treiben die Prämie allerdings in die Höhe und sind nicht immer notwendig, wie zum Beispiel Schäden durch unbemannte Flugkörper. Für Hauseigentümer, die Wohnungen vermieten, ist hingegen eine Mietausfalldeckung sinnvoll. Dabei zahlt die Versicherung eventuelle Mietausfälle bis zu einem Jahr. Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät: "Vor dem Abschluss sollte man eine genaue Risikoanalyse vornehmen. Steht das Haus in einem hochwassergefährdeten Gebiet? Stehen Bäume nah am Haus, die bei Stürmen das Haus beschädigen könnten? Kommen in der Gegend öfter stärkere Stürme vor?" Wer seinen individuellen Versicherungsbedarf kennt, kann anschließend zu den besten Bedingungen den günstigsten Preis wählen.


Wie man den Wert seines Hauses bestimmt


Die Wohngebäudeversicherung ist eine "gleitende Neuwertversicherung". Beim Schadenersatz gilt kein fixer Betrag. Vielmehr wird der Wert des Hauses regelmäßig angepasst, so dass man sein Haus nach einem Totalschaden am gleichen Standort zum aktuellen Preis wieder aufbauen kann. Das Jahr 1914 wird als Berechnungsgrundlage gewählt. In diesem Jahr waren die Baupreise das letzte Mal annähernd stabil. Um den "Wert 191" zu erhalten, wir der aktuelle Wiederaufbauwert durch einen Baupreisindex geteilt, den das Statistische Bundesamt jedes Jahr neu bestimmt. Wenn der Baupreisindex steigt, steigt automatisch auch die Geldleistung der Versicherung im Schadensfall. Die Wertermittlung seines Hauses sollte man immer zusammen mit der Versicherung vornehmen, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Wird der Wert des Hauses nämlich zu gering angesetzt, besteht im Schadensfall keine ausreichende Deckung. Eine Wertermittlungstabelle kann man beim Bund der Versicherten anfordern oder direkt aus dem Internet herunterladen. Eine Alternative zum Wert 1914, den inzwischen auch viele Versicherungen anbieten ist der so genannte "Wohnflächentarif". Hier reichen wesentliche Grunddaten des Hauses wie Ort und Wohnfläche zur Berechnung. Eine Versicherungssumme steht dann nicht mehr im Vertrag, so dass eine Unterversicherung von vornherein ausgeschlossen ist. Außerdem sollte man seine Versicherung immer auf dem neuesten Stand halten über alle Um- und Anbauten am Haus, die seinen Wert erhöhen. Komplizierte Sache - die Beitragsberechnung Bei der Berechnung des Beitrags setzen Versicherungen eine ganze Reihe von Kriterien an. Dazu gehören unter anderem Wohnfläche, Baujahr, Bauartklasse und Ausstattung des Hauses. Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle. Die Beiträge der Versicherungen variieren erheblich. Allerdings ist auch der Leistungsumfang sehr unterschiedlich. Ein Vergleich der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2004 zeigt, dass ein einfacher Tarif für ein durchschnittliches Wohnhaus in einer weitgehend risikofreien Lage 69 Euro im Jahr beträgt, eine umfangreiche Variante mit vielen Deckungserweiterungen hingegen bis zu 326 Euro kosten kann. Die Stiftung Warentest rät daher in einer Untersuchung in Finanztest: "Hausbesitzer sollten ihre Wohngebäudeversicherung in erster Linie nach dem Beitrag und nicht nach den zusätzlichen Deckungserweiterungen aussuchen. Wer Wert auf ein ganz bestimmtes Extra legt, kann dieses in der Regel gegen Aufpreis auch immer einzeln versichern" Bei den Beiträgen kann man zudem sparen, indem man eine Selbstbeteilung von zum Beispiel 500 Euro vereinbart oder einen längerfristigen Fünf-Jahres-Vertrag abschließt.


Elementarschäden und Einzelversicherungen


"Falls möglich, sollten Hausbesitzer sich immer auch gegen Elementarschäden absichern", rät Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn Elementarschäden gehören nicht zur Wohngebäudeversicherung und müssen extra versichert werden. Die Elementarschadenversicherung deckt Schäden ab, die durch Überschwemmungen, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Lawinen und Vulkanausbruch entstehen. Der Teufel steckt auch hier im Detail. Denn Sturmfluten oder Schäden durch Grundwasser gehören nicht dazu. Viele Versicherungen bieten eine Elementarschadenversicherung als Ergänzung zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung an. Die Prämien sind auch hier sehr unterschiedlich und hängen von der Gefährdungsklasse des jeweiligen Gebiets ab. In manchen Gegenden, etwa entlang großer Flüsse, ist eine Elementarschadenversicherung entweder recht teuer oder gar nicht zu bekommen. Stephan Schweda vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft erklärt: "Wer in einem hochwassergefährdeten Gebiet lebt, sollte eine gute Eigenvorsorge betreiben." Vielen Hausbesitzern bleibt also nicht anderes übrig, als ihr Haus eigenständig gegen Elementarschäden zu schützen. "Dazu gehört unter anderem, Keller möglichst wasserdicht zu versiegeln und keine wertvollen Gegenstände in den unteren Stockwerken zu platzieren", rät Schweda. Sturmversicherung zahlt erst ab Orkanstärke Es ist möglich, Risiken einzeln zu versichern. Zum Beispiel mit einer Sturmversicherung. Bei der Berechnung der Beiträge kommt es darauf an, ob die Gegend, in der das Haus steht, öfter Stürme aushalten muss oder ob Bäume in der Nähe des Hauses stehen, die auf das Dach stürzen könnten. Alle Versicherungen zahlen jedoch erst ab der Windstärke acht, was einem ordentlichen Orkan, wie dem Orkan Kyrill im Januar 2007 entspricht. Wer ein älteres Leitungswassernetz in seinem Haus hat, sollte eine Leitungswasserversicherung abschließen. Sie hilft bei geplatzten Rohren und den damit verbundenen Schäden. Wer ein Haus baut, der kann in der Regel keine Wohngebäudeversicherung auf den Rohbau bekommen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, sich mit einer Feuerrohbauversicherung gegen Brandschäden zu versichern. Eine Glasversicherung ist, laut der Broschüre "Gut und günstig versichert" des Bundes der Versicherten, für Privathaushalte weniger wichtig, es sei denn, man hat einen Wintergarten oder größere Panoramafenster im Haus. Ansonsten stürzt ein Fußball in der Scheibe den Hauseigentümer nicht in den finanziellen Ruin. Wenn es zum Schaden kommt Wie verhält man sich im Schadensfall? Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen meint: "Die genaue Höhe des Schadens ist oft nicht einfach festzustellen und die Arbeit von Sachverständigen braucht seine Zeit. Bis zur Klärung können auf den Versicherten daher Kosten zukommen." Natürlich muss der Versicherte den entstandenen Schaden sofort seiner Versicherung mitteilen. Mit den Aufräumarbeiten sollte man allerdings erst beginnen, wenn Sachverständige sich den Schaden angesehen haben. Dringende Notreparaturen sind allerdings erlaubt und auch geboten, damit der Schaden nicht noch größer wird. Vorher sollte man aber den Schaden auf Fotos detailliert festhalten. Schäden sind steuerlich absetzbar Sollte es aber doch zu einem Schaden kommen, der durch eine Wohngebäude- oder Elementarschadenversicherung nicht abgedeckt ist, so bleibt dennoch Hoffnung. Bund und Länder bieten bei Flutkatastrophen immer wieder Hilfe für Betroffene an. Zudem kann man beschädigte Gebäude, die man beruflich nutzt, als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen. Schäden an privaten Wohnhäusern kann man in seiner Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend machen.