Der Vorsitzende des Bundesverbandes Ahrens forderte, der Staat müsse Privatversicherte gegebenenfalls zwingen, zur gesetzlichen zurückzukehren. Hintergrund sind Verluste der gesetzlichen Kassen von rund 2,5 Milliarden Euro im letzten Jahr.
Zum 01.01 2003 wurde bereits der Wechsel von der gesetzlichen zur privaten erschwert. Während man im Jahr 2002 monatlich 3.375 Euro verdienen musste, um wechseln zu dürfen, sind es nun 3.825 Euro. Doch der verlangt radikalere Schritte.
In einem Interview mit der "Berliner Zeitung" forderte der Vorsitzende Ahrens, noch mehr Spitzenverdiener in den gesetzlichen zwangsweise zu versichern. Mit der nächsten Gesundheitsreform will er die Grenze auf ein monatliches Einkommen von 5.100 Euro im Westen und 4.250 Euro im Osten hochschrauben. Er erhofft sich davon, die finanzielle Schieflage der gesetzlichen Kassen zu bereinigen.
Er verurteilte Pläne, das bisherige einkommensbezogene System auf Kopfpauschalen umzustellen. Bei dieser Methode zur Beitragserhebung zahlt jeder Versicherte den gleichen Betrag. Er kritisierte, einzig Besserverdienende würden davon profitieren. Die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern und Ehepartnern entfielen bei diesen Kopfpauschalen. "Nötig ist eine Reform des bestehenden und nicht die Erfindung eines neuen Finanzierungssystems," äußerte der Chef.
Ob sich der Vorsitzende der Ortskrankenkassen mit diesen weitgehenden Forderungen durchsetzen kann, ist mehr als fraglich. Wer mit den Leistungen seiner gesetzlichen Versicherung nicht zufrieden ist und unter 3.825 Euro verdient, kann sich überlegen, eine private Krankenzusatzversicherung
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