Im November 2002 haben die Rentenkassen 0,1 Prozent weniger eingenommen als im November 2001. In den vergangenen Monaten wuchsen die Einnahmen nur minimal. Erstmals in der Geschichte der Rentenversicherung sanken nun die Beiträge im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hält diese Tendenz an, droht ein neues Milliardengrab.
Steigende Arbeitslosigkeit und die lahmende Konjunktur könnten ursächlich für diese Entwicklung sein. In Regierungskreisen hieß es, der Einbruch sei "unerklärlich". Die CDU rechnet nun damit, dass der für 2003 bereits auf 19,5 Prozent gestiegene Beitragssatz zur Absicherung der Rentenkassen im nächsten Jahr nicht ausreicht. Zum Jahreswechsel werden erstmals weniger als 60 Prozent der monatlichen Ausgaben als Rücklage zur Verfügung stehen. Ende nächsten Jahres wären es dann nur noch um die 45 Prozent. CDU Sozialexperte hält dies "für inakzeptabel". Vorschläge, wie man dieses Problem lösen könnte, hat jedoch auch die Union nicht parat.
Die Frankfurter Rundschau rechnete vor, dass die Rentenbeiträge als Ausgleich im Jahr 2004 auf 19,7 Prozent steigen müssten. Gesundheitsministerin Schmidt plant hingegen für das übernächste Jahr eine Senkung um 0,1 auf 19,4 Prozent. Neben den gesetzlichen steigen nun also auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die private Altersvorsorge wird somit immer wichtiger.
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