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23.01.2008

Zinsen verschieben, Steuern sparen

Für welchen Anleger lohnt sich eine Zinsverschiebung?

Grundsätzlich hat jeder Sparer einen Freistellungshöchstbetrag von bis zu 801 Euro (1.602 Euro bei Ehepaaren). Zinsgewinne, die über diesen Betrag hinaus gehen, werden in 2008 noch mit dem persönlichen Grenzsteuersatz besteuert.

Für Anleger mit sehr geringen Einkünften, deren Grenzsteuersatz unter 25 Prozent liegt, ändert sich mit der Abgeltungssteuer nichts. Sie erhalten, wie bisher, von ihrer Bank eine Bescheinigung, mit der Sie Ihre Kapitaleinkünfte über die Einkommenssteuererklärung abrechnen können.

Anleger mit einem Grenzsteuersatz von knapp über 25 Prozent müssen auch erst ab höheren Geldanlagen, Finanztest rät ab 10.000 Euro, aktiv werden. Denn vorher lohnt sich eine Zinsverschiebung nur unwesentlich. Wer einen Grenzsteuersatz von 30 Prozent und mehr hat, für den lohnt sich eine Verschiebung.

Umschichten und verschieben

Wenn sich eine Zinsverschiebung für Sie lohnt, dann wählen Sie Anlageangebote mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr. Wenn Sie länger anlegen wollen, entscheiden Sie sich am besten für Anlagen mit einer Zinsgutschrift am Ende der Laufzeit. Die Zinsen werden dann angesammelt und fallen dann insgesamt unter die Abgeltungssteuer.

Die Ausschüttung sollte auf jeden Fall nicht Ende 2008 erfolgen, sondern frühestens Anfang 2009. Dann gilt die geringere Abgeltungssteuer. Wer zum Beispiel bereits über Tagesgeld verfügt, kann seine Geldanlage in eine Anlage mit fester Laufzeit umschichten und die Besteuerung so ins Jahr 2009 verschieben.

Doch Vorsicht: Viele Anbieter werben mit Geldprodukten, die angeblich "abgeltungssteueroptimiert" sind. Prüfen und vergleichen Sie alle Geldanlagen immer auch nach ihrer Rentabilität. Wählen Sie Produkte von Banken, die Ihnen den aktuellen Zins bestätigen und zusichern, um spätere Verluste zu vermeiden.

Finden Sie hier Tipps zu Depotkonten und Brokerage.

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