Wer eine Immobilie finanzieren will, bekommt vom potenziellen Geldgeber in der Regel eine Standardlaufzeit von zehn Jahren angeboten. Doch der Kreditnehmer sollte genau prüfen, welche Zinsbindung sich für ihn lohnt, denn mittlerweile bietet der Markt fast alle Laufzeiten zwischen einigen Monaten und 30 Jahren an.
Generell gilt, je kürzer die Laufzeit, desto niedriger der Zins. Fünfjährige Hypothekenkredite sind derzeit etwa 0,4 Prozentpunkte günstiger als zehnjährige. Solche Spannen addieren sich leicht auf mehrere tausend Euro.
Allerdings steigt mit kürzeren Laufzeiten auch das Risiko, dass die Zinsen nach deren Ablauf kräftig steigen. Wer die zusätzliche finanzielle Belastung nicht verkraften kann, sollten eher längere Laufzeiten wählen.
Bei Bindungsfristen von beispielsweise über zehn Jahren hat der Kreditnehmer einen großen Vorteil. Während die Bank für die gesamte Laufzeit an den Hypothekenkredit gebunden ist, kann der Kunde nach zehn Jahren mit einer Frist von sechs Monaten aussteigen. Er hat also Zeit, die Zinsentwicklung zu beobachten und bei sinkenden Sätzen günstig umzuschulden.
Ein Argument für kürzere Laufzeiten besteht auch darin, dass die Vorfälligkeitsentschädigung niedriger ausfällt, falls der Kredit vorzeitig zurückgezahlt werden sollte, etwa wenn das Haus aufgrund eines plötzlichen Jobwechsels verkauft werden muss.
Praktisch ohne feste Laufzeit ist der Variokredit. Dabei passt die Bank den Zins je nach Marktentwicklung an. Der Vorteil hierbei ist, dass der Kreditnehmer ihn mit einer Frist von drei Monaten ohne Vorfälligkeitsentschädigung kündigen kann. Der Nachteil allerdings ist, dass der Kreditnehmer das gesamte Zinsänderungsrisiko trägt.
| # | Anbieter | Produkt | Zinssatz |
|---|---|---|---|
| 1 | Targobank | Online Kredit | 4,75% |
| 2 | Postbank | Privatkredit direkt | 5,79% |
| 3 | Sparda-Bank Nürnberg | SpardaSofortkredit | 5,85% |
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