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14.04.2009

Zeckensaison 2009: Welche Versicherung zahlt?

Zeckenrisiko Wenn der Frühling kommt, wird sie aktiv. Sie lauert auf Gräsern und Büschen und lässt sich von einem vorbei kommenden Warmblüter abstreifen: Die Zecke, oder der Gemeine Holzbock, so die bei uns am häufigsten vorkommende Zeckenart, lebt als Parasit vom Blut eines unfreiwilligen Wirtes. Oft kann sie dabei gefährliche Krankheiten übertragen. Welche Versicherung hilft im Ernstfall?

 

Inhalt:

Gesundheitliches Risiko eines Zeckenbisses

(awe) Die Sonne anbeten auf der grünen Wiese? Picknicken am See? Oder Wandern durch Feld und Flur? Endlich ist der Frühling da und viele halten sich nun gerne im Freien auf. Gleichzeitig häufen sich die Warnungen vor Zeckenbissen. Wie hoch ist das Risiko und worauf müssen wir achten?

Der Zeckenstich an sich ist noch relativ harmlos. Wird die Zecke schnell entdeckt und komplett entfernt, heilt die kleine Wunde schnell wieder. Trägt die Zecke allerdings einen Krankheitserreger in sich, kann es für den Menschen ernst werden. Besonders zwei gefährliche Krankheiten können durch die Zecke verbreitet werden.

FSME-Frühsommer-Meningoenzephalitis

Eine gefürchtete, häufig von Zecken übertragene Krankheit ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Virusinfektion. Das FSME-Virus kann das zentrale Nervensystem des Menschen angreifen und zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder sogar einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen. FSME kann nur symptomatisch behandelt werden, das Virus an sich kann nicht bekämpft werden. Eine völlige Heilung ist möglich, aber auch bleibende Schäden sind nicht ausgeschlossen. Im schlimmsten (jedoch seltenen) Fall kann die Erkrankung sogar zum Tod des Patienten führen.

Das FSME-Virus ist im Speichel der infizierten Zecke enthalten und gelangt mit dem Biss direkt in die Blutbahn des Menschen. Risikogebiete für die FSME liegen vor allem im Süden Deutschlands. In Baden-Württemberg, Teilen von Bayern, Hessen und Thüringen aber auch in Österreich, den baltischen Ländern, Russland, Polen und weiteren europäischen Ländern ist die Ansteckungsgefahr durch einen Zeckenbiss gegeben. Eine Übersicht der Risikogebiete finden Sie in unserer Bildergalerie. Das Robert Koch Institut in Berlin verzeichnete für 2007 noch 238 gemeldete Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis; für das vergangene Jahr wurden 288 Fälle vermeldet. Aufgrund der gemeldeten Erkrankungen nimmt das Robert-Koch-Institut jährlich die Einstufung der FSME-Risikogebiete vor.

Anders als der Name vermuten lässt, beschränkt sich das Ansteckungsrisiko einer FSME nicht auf den Frühsommer, vielmehr sind die Zecken temperaturabhängig besonders in den Monaten März bis Oktober aktiv.

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Borreliose

Eine noch häufiger als die FSME durch Zecken übertragene Krankheit ist die Borreliose. Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Die Borrelien-Erreger leben im Darm der Zecke, deswegen gelangen sie erst nach einigen Stunden in den Blutkreislauf des Opfers. Das Krankheitsbild der Borreliose ist ziemlich unspezifisch und kann auch mit anderen Krankheiten verwechselt werden. Ein häufig, wenn auch meist zeitlich verzögert auftretendes Zeichen ist jedoch eine Rotfärbung der Haut um die Einstichstelle, die so genannte Wanderröte.

Die weiteren Krankheitszeichen reichen von Fieber und Kopfschmerzen über Hirnhaut- und Nervenentzündungen sowie Herzbeschwerden bis zu Lähmungen und chronischen Gelenkentzündungen. Es ist auch möglich, dass es erst Jahre nach einem Zeckenbiss zu einer Erkrankung kommt, sodass der Zusammenhang gar nicht erkannt wird. Einen Impfstoff gegen diese Erkrankung gibt es nicht. Da es sich um einen bakteriellen Erreger handelt, kann die Borreliose allerdings mit Antibiotika behandelt werden, sofern sie rechtzeitig erkannt wird.

Im Gegensatz zum FSME-Virus kommt das auslösende Bakterium der Borreliose weltweit, besonders in nördlichen Gefilden (Nordamerika, Europa, Asien) vor. Die Ansteckungsgefahr kann auch bei uns nicht auf Risikogebiete eingeschränkt werden, sie besteht deutschlandweit.

Damit es soweit erst gar nicht kommt, sollte man vorbeugen. Aber wie? Und wie kann man sich gegen das FSME-Virus impfen lassen? Mehr dazu lesen Sie auf der folgenden Seite.

Bildquelle Teaserbild : www.zecken.de

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