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09.02.2010

W&W Markteinschätzung: Ende der Rezession in Europa eingeläutet

Nach Einschätzung der W&W Asset Management GmbH, einer Tochtergesellschaft des Stuttgarter Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), wird die europäische Wirtschaft 2010 auf einen positiven Wachstumspfad zurückkehren. Dies geschehe angesichts einer aktuell wieder anziehenden Wirtschaftsaktivität und zuversichtlich ausfallender Frühindikatoren. Das Wachstum bleibt aber verhalten und wird nicht die Dynamik entfalten, die in den Aufschwungphasen der vergangenen Jahre zu beobachten gewesen ist.

Das Ende der Rezessionsphase scheint in der Europäischen Währungsunion (EWU) erreicht: Im zweiten Halbjahr zog die Wirtschaftsaktivität wieder an und das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im dritten Jahresviertel einen Zuwachs um 0,4 Prozent im Quartalsvergleich. Die stark exportlastige deutsche Konjunktur erholte sich im Vergleich zur EWU sogar noch etwas schneller, denn die deutschen Exportunternehmen profitierten von einer wieder auflebenden ausländischen Nachfrage, insbesondere aus den Schwellenländern. Sie war vor allem von den internationalen Konjunkturprogrammen angetrieben. Auf ein weiterhin positives Wirtschaftswachstum lassen auch eine Erholung der Auftragslage und die Aufhellung der Konjunkturstimmung schließen. Für die weitere Entwicklung der deutschen, aber auch der europäischen Wirtschaft ist 2010 die entscheidende Frage: Wie stabil zeigt sich die Wirtschaftsaktivität nach dem Auslaufen der staatlichen Förderungen? Der Wegfall der Stützungsmaßnahmen wird der gerade wieder anspringenden Konjunkturdynamik im Euro-Raum voraussichtlich einen Dämpfer versetzen, so die Prognosen der W&W Asset Management. In der Summe ist davon auszugehen, dass die wichtigsten Impulse weiterhin von der ausländischen Nachfrage ausgehen werden, während der private Konsum aufgrund der unsicheren Arbeitsmarktlage nur eine untergeordnete Rolle spielen wird. Deshalb wird der Aufschwung insgesamt verhalten ausfallen. Die Experten der W&W Asset Management erwarten 2010 ein Wirtschaftswachstum von 1,5 bis zwei Prozent für die EWU und für Deutschland. Die Gefahr eines ?double dip? stufen sie dabei als gering ein.

Inflation: Verbraucherpreise steigen weiter, aber Inflationsdruck bleibt gering Ölpreisbedingt zogen die EWU-Verbraucherpreise in den vergangenen Monaten wieder an. Weiterhin geht die W&W Asset Management vor dem Hintergrund einer wieder auflebenden Wirtschaftsaktivität von steigenden Inflationsraten aus. Allerdings bleibe der Inflationsdruck bei der erwarteten verhaltenen Dynamik des Wirtschaftswachstums gering. Insgesamt sei 2010 im EWU-Raum mit einer moderaten Inflation in Höhe von 1,5 Prozent zu rechnen.

Der Euro: Hohe Staatsverschuldung wirkt sich belastend aus Seine im Dezember 2009 erreichte Stärke verlor der Euro und gab bis Ende Januar auf 1,39 US-Dollar nach. Die Gründe dafür sind einerseits positive Signale vom US-Arbeitsmarkt Anfang Dezember, die die US-Währung stärkten. Anderseits riefen negative Nachrichten aus Europa Zweifel an der Bestandsfähigkeit der Europäischen Währungsunion hervor. So gab etwa Griechenland eine sehr hohe Staatsverschuldung bekannt, die in den vergangenen Jahren erfolgreich verborgen worden war. Der Verstoß gegen die Maastricht-Kriterien in punkto Verschuldung wird auch 2010 den Euro belasten, so die W&W Asset Management. Deshalb bleibt sein Aufwertungspotenzial laut den Prognosen zunächst begrenzt.

Geldpolitik und Rentenmarkt: Steigende langfristige Zinsen bei Konjunkturerholung Gefangen zwischen gegensätzlichen Einflussfaktoren bewegten sich die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen in den vergangenen Monaten weitestgehend seitwärts. Auf längere Sicht sei aber nach Einschätzung der W&W Asset Management davon auszugehen, dass eine sich fortsetzende Konjunkturerholung zu anziehenden langfristigen Zinsen beitragen wird. Gestützt wird diese Tendenz auch durch die latenten Inflationsrisiken infolge der expansiven geldpolitischen Maßnahmen und das hohe Emissionsvolumen an Staatsanleihen zur Finanzierung der hohen Staatsschulden. Aktienmarkt: Index pendelt sich voraussichtlich in Seitwärtsrange ein Bis Anfang Januar konnte der Dow Jones Euro STOXX 50 seinen Aufwärtstrend fortsetzen und erreichte mit 3.044 Punkten den höchsten Stand seit dem Jahr 2008. Anschließend sorgten aber Gewinnmitnahmen und verschiedene Belastungsfaktoren, wie etwa restriktivere geldpolitische Maßnahmen Chinas und die hohe Staatsverschuldung Griechenlands, für eine Gegenbewegung. In den kommenden Monaten wird sich nun zeigen, ob diese Kursrückgänge den Übergang in eine Seitwärtsrange eingeläutet haben. Dabei ist das Abwärtspotenzial des Dow Jones Euro STOXX 50 nunmehr aufgrund der hohen vorhandenen Liquidität und die positiven Signale der Konjunktur begrenzt. In der Folge läge nach Ansicht der W&W Asset Management das untere Ende der Seitwärtsrange bei 2.550 Punkten. Nach erfolgter Gegenbewegung sei ein erneuter Anstieg des europäischen Aktienindexes zwar aufgrund der sich fortsetzenden Konjunkturerholung zu erwarten. Allerdings sei das Anstiegspotential durch den insgesamt nur verhaltenen Wirtschaftsaufschwung begrenzt. Das obere Ende der Seitwärtsrange sehen die Experten somit bei 3.000 Punkten.

(Pressemitteilung W&W Asset Management GmbH)

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