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16.05.2007

Wie funktionieren Auslandsüberweisungen und was kosten sie?

Laut EU-Richtlinie dürfen Auslandsüberweisungen innerhalb der EU grundsätzlich nicht mehr kosten als Überweisungen im Inland, insofern man die EU-Standardüberweisung nutzt.

Diese Standardüberweisung muss sowohl die IBAN (Internationale Bankkontonummer) des Zahlenden enthalten, welche eine international normierte Schreibweise der Kontoverbindung darstellt.

Auch das Land (des kontoführenden Instituts), die Bankleitzahl, die Kontonummer und eine Prüfziffer sowie der BIC (Bank Identification Code- eine elfstellige Zeichenkombination) des Empfängers - müssen angegeben sein. Als Währung zulässig ist grundsätzlich nur der Euro.

Das gilt auch für Staaten, die nicht der Währungsunion angehören (Ausnahme: Schweden). EU-Standardüberweisungen sind nur bis zu einem Betrag von 50.000 Euro möglich. Beträge ab 12.500 Euro müssen der Bundesbank für die Außenwirtschaftsstatistik gemeldet werden.

Überweisungen in Staaten außerhalb der EU sind von der Regelung nicht betroffen. Die Banken dürfen hier von den Inlandsüberweisungen abweichende Gebühren erheben. Die Höhe der Gebühren ist von Bank zu Bank unterschiedlich und hängt auch vom Überweisungsbetrag ab.

Wer die Überweisung online oder am Kundenterminal der Bankfiliale erledigt, muss in der Regel weniger zahlen als am Schalter. Auch auf die Entgeltanweisung kommt es an. Am günstigsten für den Überweisenden ist die Regelung "BEN".

Hierbei trägt der Begünstigte alle Kosten, die für die Auslandsüberweisung anfallen. Die Gebühren werden einfach vom Überweisungsbetrag abgezogen und der Empfänger des Geldes bekommt den Restbetrag auf sein Konto gutgeschrieben. Wer dagegen die Entgeltanweisung "OUR" wählt, muss sowohl die Gebühren der eigenen Bank als auch die der Empfängerbank selbst bezahlen.

Viele Bankinstitute berechnen hierfür eine Fremdspesenpauschale. Diese Kosten fallen aber weg, wenn Empfänger und Überweisender sich die Kosten teilen (Entgeltanweisung "SHARE"). Der Überweisende trägt dann nur noch die Kosten der eigenen Bank.

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