Ein Rechtsstreit wird schnell zu einer teuren Angelegenheit. Gut, wenn man eine Rechtsschutz-Versicherung hat. Aber für wen lohnt sich die Versicherung, wann springt sie ein - und wann sollte man seine Police besser kündigen?
Wer braucht eigentlich eine Rechtsschutz-Versicherung - und was für eine? Bei der Krankenversicherung ist es nahe liegend, sich gegen möglichst alle Gesundheitsrisiken abzusichern. Eine Rechtsschutz-Versicherung für alle versicherbaren Rechtsgebiete ist jedoch selten sinnvoll.
Vor Abschluss einer Versicherung sollten Sie klären, welchen individuellen Rechtsschutz Sie brauchen und worauf Sie verzichten können. Wer zum Beispiel kein Auto hat und nie verreist, braucht keinen Verkehrsrechtsschutz. Arbeitslose oder Rentner kommen ohne Berufsrechtsschutz aus. Singles benötigen keine Rechtsschutz-Versicherung für Familien- und Unterhaltsfragen.
Bei einigen Gesellschaften ist der so genannte Opferrechtsschutz im Angebot enthalten. Wer Opfer einer Straftat wird, bekommt damit die Kosten für eine Nebenklage erstattet. Dabei muss man wissen: Nebenkläger haben kaum Einfluss auf den Verlauf von Strafprozessen.
Die Hauptklage gegen den Täter führt immer der Staatsanwalt. Gegen den Opferrechtsschutz ist nichts einzuwenden, solange diese Leistung ohne Mehrkosten im Versicherungsangebot enthalten ist.
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