Startseite > Redaktion
08.03.2010

Verbraucherzentrale NRW : klimabewusst Geld anlegen

Beim Thema Finanzanlage und Klimaschutz spalten sich die Lager: Die einen sehen eine Chance, mit ihrem Geld Gutes zu tun, die anderen finden es zynisch, von einem globalen Problem zu profitieren. Experten schätzen, dass der Markt für Geldanlagen mit Bezug auf Klimaschutz allein in Deutschland jährlich 60 bis 80 Milliarden Euro schwer ist.

"Wer mit seinem Ersparten wirklich etwas zur Rettung des Planeten beitragen will, sollte nicht blauäugig alles auf Grün setzen, sondern genau hinsehen. Denn ein Güte- und Qualitätssiegel für ökologische Investments gibt es nicht", erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Was sich hinter "grün", "klimafreundlich", "umweltfreundlich" oder "ökologisch" verbirgt, muss genau geprüft werden. Die Verbraucherzentrale NRW nennt Kriterien hierzu: * Breiter Mix: Wie bei jeder Investition ist auch bei grünen Geldanlagen zunächst die persönliche Bestandsaufnahme wichtig: Was sind die Sparziele, und wie hoch ist die Anlagesumme? Und vor allem: Wie hoch ist das Risiko? Grundsätzlich gilt zudem wie für alle Engagements: Mit einem breiten Mix verringert sich das Risiko. Oftmals sind die innovativen Unternehmen klein und neu oder im Ausland tätig und damit von Währungsschwankungen betroffen. * Der Anteil entscheidet: Wie stark engagieren sich die Unternehmen, in die über Fonds, Aktien oder Sparpläne investiert wird, überhaupt im Klimaschutz? Ein bisschen Energie sparen hier, eine umweltfreundliche Technik da macht noch keine Klima-Aktie. Wer sicher gehen will, steckt sein Geld ausschließlich in Firmen, die ihren Umsatz vor allem mit Produkten erzielen, die dem Klimaschutz dienen. * Geld für neue Energie: Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren Energien können vom Klimawandel profitieren und ihn gleichzeitig bekämpfen: beispielsweise im Bereich Solarenergie, Windanlagen oder Wasserkraftwerke. Doch Vorsicht! Auch viele windige Geschäftemacher haben den Trend erkannt und verkaufen riskante Produkte. Beim Thema Agrarkraftstoffe belegen aktuelle Studien, dass der Anbau von Mais, Raps oder Palmöl den Klimawandel anheizt, statt ihn zu stoppen. * Sichere C02-Reduktion: Wiederverwendung, Wasseraufbereitung oder Techniken zur Emissionskontrolle - Investments in solche Firmen gelten in der Regel als klimafreundlich; auch Hersteller von Brennstoffzellen oder Betreiber von Speicherkraftwerken gehören dazu. Anbieter von Dämmstoffen, Häusern, Heizungs-, Lüftungs- oder Klimasystemen, die zur Energieeinsparung beitragen, sorgen mit ihren Produkten auf jeden Fall dafür, Klimagase zu reduzieren. * Blick auf Verkehr: Verkehr und Transport sind ein wichtiger Faktor beim weltweiten CO2-Ausstoß. Mit Unternehmen, die beispielsweise auf Eisenbahn, Elektrofahrzeuge oder Fahrradtechnik setzen, können Anleger etwas für die Umwelt tun. Wer keine allzu strengen Kriterien anlegt, kann auch nach dem so genannten "Best in Class"-Ansatz vorgehen. Hier stehen Unternehmen und Wertpapiere im Mittelpunkt, die zwar konventionelle Produkte herstellen, dabei aber geringere Umweltschäden verursachen als ihre Konkurrenten.

Weitere Informationen und Beratung: Die Broschüre "Klimabewusst anlegen" - gibt`s kostenlos bei allen NRW-Verbraucherzentralen und im Internet unter www.vz-nrw.de/oekospar. Wer sich erst über seine grundsätzlichen Sparziele klar werden möchte oder nicht sicher ist, ob er ein seriöses Angebot bekommen hat, kann bei der Verbraucherzentrale einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren. Die Adressen stehen im Internet: www.vz-nrw.de/geldanlageberatung.

(Pressemitteilung Verbraucherzentrale NRW)

Die Mietkaution richtig anlegen

mietkautionNeben der Vorfreude auf die neue Wohnung bringt ein Umzug vor allem eines mit sich: Kosten. Denn für Renovierungen, Möbel und Maklerprovision hat man oft schon ein paar hundert oder a ... weiter

Steuererklärung für 2011 - Das ist neu

Für die Steuererklärung für 2011 gibt es einige Änderungen zu beachten. So können Arbeitnehmer beispielsweise in ihrer nächsten Steuererklärung einen Werbungskosten-Pauschbetrag von 1. ... weiter

Produkttests

Im Test: Die Kfz-Versicherung der AllSecur mit Marten
Es ist Herbst in Deutschland und auf den Straßen treibt ein finsterer Gesell sein Unwesen. Die Opfer: Ahnungslose Autos. Denn ganz egal, ob Hagelschaden, Blechschaden oder Diebstahl: Marder Marten hat seine Finger im Spiel. Sein Gegner ist die Kfz-Versicherungsmarke AllSecur. Ob diese auch im richtigen Leben die Oberhand behält, verraten wir Ihnen in unserem Produkttest der Kfz-Versicherung. mehr...

Im Test: Der Direktkredit der SWK Bank
Bei der SWK Bank kann man einen Ratenkredit direkt online bestellen. Innerhalb von 30 Sekunden soll man dabei eine Antwort erhalten, ob man zwischen 1.000 und 50.000 Euro als Kreditsumme erhalten kann. Das Geld würde dann innerhalb von zwei Arbeitstagen auf dem Konto des Antragsstellers sein. Ob sich das Angebot lohnt, erfahren Sie in unserem Produkttest des Direktkredits der SWK Bank. mehr...

Im Test: Das Festgeld der GarantiBank
Bringen vierblättrige Kleeblätter auch Bankkunden Glück? Die Garantibank versucht es auf jeden Fall und setzt den vermeintlichen Glücksbringer nicht nur in ihr eigenes Logo. Auch im Namen der Festgeldanlage findet sich das Kleeblatt wieder. Ob Sie sich bei dieser Geldanlage nur auf ihr Glück verlassen sollten, erfahren Sie in unserem Test des Kleeblatt-Festgeld-Kontos. mehr...

Im Test: Das Top-Zinskonto der Norisbank
Die Norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und bezeichnet sich selbst als "ersten Qualitätsdiscounter im deutschen Bankenmarkt." Jetzt hat die Norisbank ihren Tagesgeld-Aktionszins noch einmal erhöht. Wir haben uns das Top-Zinskonto der Norisbank genauer angesehen. Ist der Name Programm? Die Antwort auf diese Frage lesen Sie hier in unserem Produkttest. mehr...

Im Test: Das Tagesgeldkonto der Targobank
Die Bäume blühen, die Zinsen steigen. Ist das der Frühling oder das Ende der Sparerkrise? Vielleicht beides. Einige Tagesgeldanbieter schrauben ihre Zinsen sachte nach oben. Zum Beispiel die Targobank. Wir haben uns das Tagesgeldangebot der Targobank einmal genauer angesehen. Unsere Erkenntnisse lesen Sie hier. mehr...

Finanz-Newsletter

Melden Sie sich für den Gratis-Newsletter von forium an!

Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und bin damit einverstanden.

Ihr Abonnement können Sie entweder auf der Abmeldeseite oder in jedem Newsletter mit einem Klick beenden.