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06.07.2009

Techniker Krankenkasse schloss 2008 mit Plus ab

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat das Jahr 2008 mit einem Überschuss von rund 202 Millionen Euro abgeschlossen. Ausgaben von 16,5 Milliarden Euro standen Einnahmen von 16,7 Milliarden Euro gegenüber. Das Plus entspricht dem Ausgabenvolumen von etwa viereinhalb Tagen. Der Verwaltungsrat hat die Jahresrechnung heute abgenommen und damit den Vorstand entlastet. Zuvor war die Jahresrechnung von einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden, die anschließend einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

? Finanzergebnis: 66 Prozent aller TK-Leistungsausgaben für Kliniken, Ärzte und Arzneimittel

Insgesamt 11,1 Milliarden Euro wandte die TK im Jahr 2008 für die medizinische Versorgung ihrer Versicherten auf - rund 800 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Mit 3,1 Milliarden Euro floss der größte Teil an die Krankenhäuser, gefolgt von den niedergelassenen Ärzten (2,3 Milliarden Euro) und den Apotheken (2,0 Milliarden Euro). Diese drei Bereiche machen zwei Drittel der gesamten TK-Leistungsausgaben aus. Während in der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt die Ausgaben für Medikamente seit dem Jahr 2001 höher liegen als diejenigen für die Ärzte, war es bei der TK auch 2008 nach wie vor umgekehrt.

Die beitragspflichtigen Einnahmen - also die Einkünfte der Zuwachs von 2,8 Prozent je Mitglied auf, während die Leistungsausgaben um 3,1 Prozent je Mitglied gestiegen sind. Überproportionale Steigerungsraten sind insbesondere bei den Ausgaben für Heilmittel (+ 5,9 Prozent je Mitglied), für Arzneimittel (+ 5,1 Prozent je Mitglied) sowie für niedergelassene Ärzte (+ 3,9 Prozent je Mitglied) zu verzeichnen. Der Kliniksektor lag mit 3,2 Prozent je Mitglied nur leicht über dem durchschnittlichen Leistungsausgabenanstieg.

? Risikostrukturausgleich: Täglich über 12 Millionen Euro für Stützungszahlungen an Wettbewerber

Die Belastungen durch den Risikostrukturausgleich (RSA) erreichten im Jahr 2008 eine bei der TK noch nie dagewesene Größenordnung: Insgesamt 4,5 Milliarden Euro musste sie als Stützungszahlungen an andere Krankenkassen abführen - das entspricht dem Volumen der Ausgaben für die niedergelassenen Ärzte und Medikamente zusammen.

Verwaltungsausgaben: 13 Prozent unter Durchschnitt

Auch 2008 brauchten die Verwaltungskosten der TK mit rund 103 Euro je Versicherten den Vergleich mit der Gesamtheit der gesetzlichen Krankenversicherung nicht zu scheuen, deren Pro-Kopf-Ausgaben für Administration sich auf 118 Euro beliefen. Somit lag die TK knapp 13 Prozent unterhalb des bundesweiten Mittels aller Krankenkassen.

? Mitgliederentwicklung

2008 war für die TK erneut ein Wachstumsjahr. Am Jahresbeginn 2009 hatte sie 746.000 Mitglieder und 942.000 Versicherte mehr als ein Jahr zuvor 2008. Das Wachstum aus eigener Kraft belief sich auf 157.000 Mitglieder und 138.000 Versicherte. Hinzu kam die Fusion mit der IKK-Direkt, die zum 1. Januar 2009 in Kraft trat und die TK erstmals die 7-Millionen-Marke bei den Versicherten überschreiten ließ. ?

Pflegeversicherung: 1,3 Milliarden Euro von der TK an den Ausgleichsfonds

Als eigenständige Organisation unter dem Dach der TK hat die Pflegeversicherung einen eigenständigen Haushalt und legt auch eine separate Jahresrechnung vor. Diese weist für 2008 Einnahmen von 1,9 Milliarden Euro und Leistungsausgaben in Höhe von 482 Millionen Euro aus, die den über 64.000 TK-versicherten Pflegebedürftigen zugutekamen. Mit 1,3 Milliarden Euro floss auch 2008 wieder der bei weitem größte Teil des Etats in den gesetzlichen Ausgleichsfonds, aus dem die Kassen Stützungszahlungen erhalten, deren Ausgaben höher sind als die Einnahmen.

? Geschäftsbericht 2008

Der TK-Geschäftsbericht steht im Internet unter www.tk-online.de zum Download zur Verfügung. Außerdem wird er in Kürze in allen TK-Geschäftsstellen erhältlich sein und kann dann auch bei der telefonischen Kundenberatung unter 0800 - 285 85 85 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands) angefordert werden.

(Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse)

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