Seit dem die Börsen wackeln sind Tages- und Festgeldkonten äußerst populär. Dies hat nun auch das Handelsblatt erkannt. "Manche haben die Nase voll. Sie wollen ganz sicher gehen und wollen 30-Tage-Geld," beschreibt Andreas Köchling von der Frankfurter Sparkasse 1822 die Situation.
Allein in den ersten beiden Monaten dieses Jahres flössen über sechs Milliarden Euro in Geldmarktfonds, schreibt das Handelsblatt. Damit erhöhten sich das Volumen dieser Geldanlage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel - gegenüber Januar und Februar 2001 sogar um das Dreifache. Diese Fonds investieren in kurzfristige, verzinste Wertpapiere, wie Tages- und Festgelder.
"Die Anleger stellen den Risikoaspekt bei der Geldanlage jetzt vielleicht zu sehr in den Vordergrund," begründet Köchling diese Tendenz. Er empfiehlt aber gleichzeitig drei Netto-Gehälter als "Liquiditätsreserve" in Festgelder anzulegen.
Geldmarktfonds warfen letztes Jahr maximal eine Rendite von 4,2 Prozent ab. Tagesgelder kommen zwar derzeit auf nur 3,7 Prozent in der Spitze, bieten aber einige Vorteile. Leichte Schwankungen, wie sie bei den Fonds möglich sind, fallen weg. Dadurch weiß jeder Anleger, wie viel er am Ende herausbekommen wird. Tagesgeldkonten sind zudem kostenlos zu haben. Die Rendite der Fonds wird hingegen durch Gebühren von durchschnittlich 0,6 Prozent pro Jahr geschmälert.
Diese Geldanlagen können mit deutschen Staatsanleihen locker mithalten. Eine sechsjährige Staatsanleihe bringt momentan rund 3,5 Prozent. Ein weiterer Vorteil ist, dass man bei Tagesgeldern nicht mehrere Jahre warten muss, um wieder an sein Geld herankommen zu können. Eine tägliche Verfügbarkeit ist garantiert. Wer sich für die aktuellen Konditionen interessiert, muss nicht bis zum Monatsende warten, um dies im Handelsblatt nachzulesen.
| # | Anbieter | Produkt | Zinssatz |
|---|---|---|---|
| 1 | MoneYou | Festgeld | 2,95% |
| 2 | VTB Direktbank | Festgeld / jährliche Zinszahlung | 2,80% |
| 3 | AutoBank | Festgeld | 2,77% |
Mitte April hat die Europäische Zentralbank (EZB), die Leitzinsen auf 1,25 Prozent angehoben. Ein Grund war, dass man auf die zuletzt deutlich gestiegene Inflationsrate in den Euro-Ländern r ... weiter
Kunden, die ihr Geld bei einer Bank anlegen, sollten sich unbedingt im Vorfeld über die Höhe der Einlagensicherung informieren. Wie wichtig dies ist, hat der Fall der noa bank gezeigt. Ü ... weiter