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14.10.2009

Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung zu den Renten-Berechnungen in BILD

Die Deutsche Rentenversicherung nimmt zu den heute in BILD veröffentlichten Berechnungen des Instituts von Professor Börsch-Supan, das zu einem großen Teil von der Versicherungswirtschaft finanziert wird, wie folgt Stellung:

Die Gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist anders als private Alterssicherungssysteme nicht unmittelbar von der Finanzkrise betroffen. Da die Rentenversicherung im Umlageverfahren finanziert wird, müssen die eingehenden Beiträge nicht am Kapitalmarkt angelegt werden und können demzufolge auch nicht von Wertverlusten betroffen sein. Lediglich die Nachhaltigkeitsrücklage wird am Kapitalmarkt angelegt, allerdings nur bei Kreditinstituten, die einem inländischen Einlagensicherungsfonds angehören.

Die Modellrechnungen von Professor Börsch-Supan, die aufgrund der Krise von langfristig geringeren Renten ausgehen, sind nur dann nachvollziehbar, wenn man unterstellt, dass die Krise das Lohnniveau nicht nur kurzfristig sondern auf längere Dauer absenkt. Hierfür gibt es aber keinen ökonomisch plausiblen Grund.

Im Übrigen sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 0,5 Prozent gestiegen. Auf der Grundlage der bisherigen Lohn- und Beitragsentwicklung in diesem Jahr ist der in der Studie angenommene Rückgang der Löhne in Höhe von 2,3 Prozent und im pessimistischen Szenario sogar in Höhe von 4,0 Prozent unwahrscheinlich.

Auch geht es hier nicht um schrumpfende Renten, wie von BILD behauptet, sondern ausschließlich um den Vergleich verschiedener Modellrechnungen, nämlich einer Variante des Rentenversicherungsberichtes 2008 und Berechnungen mit abweichenden Annahmen von Professor Börsch-Supan.

Im Übrigen würde ein deutlicher Rückgang der Löhne erhebliche Auswirkungen auf die private Alterssicherung und auch auf die Vorsorgebereitschaft der Menschen haben, was allerdings in der Studie von Professor Börsch-Supan nicht thematisiert wird.

(Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung Bund)

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