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11.06.2007

Statt Mut zur Lücke: Zahnzusatzversicherung oder selber zahlen?

Welche Zahnzusatzpolice ist empfehlenswert?

Grundsätzlich gilt: Je weniger Leistungen ausgeschlossen oder eingeschränkt sind, desto besser. Kaum eine Versicherung zahlt für alle Leistungen. Und eine hundertprozentige Absicherung kann man eigentlich nie erwarten. Wichtig ist, dass man sich nicht vorschnell an einen Vertrag bindet, nur weil die Konditionen auf den ersten Blick günstig erscheinen.

Oft vermitteln Krankenkassen ihren Versicherten private Zusatzversicherungen. Solche Angebote beruhen in der Regel auf einem Vertrag zwischen den gesetzlichen Versicherern und den Privatanbietern.

Bei Abschluss einer Zusatzversicherung erhält der Neukunde einen Rabatt. Die Kassen arbeiten aber immer nur mit einem oder mit wenigen Versicherern zusammen. Daher sollte der Kunde das Angebot genau überprüfen, bevor er sich darauf einlässt.

Gesetzlich Versicherte, die einen hochwertigen Zahnersatz mit vielen Extras wollen, sind mit einer umfangreichen Zahnpolice gut beraten. Besonders vorteilhaft ist es dann, wenn der Versicherer auch die Zahnbehandlung, z.B. professionelle Zahnreinigung übernimmt.

Wer hingegen mit der Regelleistung beim Zahnarzt zufrieden ist, für den kann auch eine Zahnpolice mit "geringer Leistung" ausreichen.

Viele Versicherer bieten auch sogenannte Paketpolicen an, in denen verschiedene Leistungen, etwa für Zahnersatz, Brille oder Heilpraktiker, zu einem Leistungspaket gebündelt werden. Allerdings erstatten diese Versicherer Kosten nur bis zu einem Höchstbetrag pro Jahr oder in vier Jahren.

Das kann ungünstig sein, etwa wenn man mehrere Implantate in einem Jahr benötigt. Für Menschen, die sehr hohe Leistungen für Zahnersatz erwarten, lohnen sich Paketpolicen daher nicht. Besser beraten sind sie in dem Fall mit einer reinen Zahnzusatzversicherung.

Wer im fortgeschrittenen Alter noch eine Zahnzusatzversicherung abschließen möchte, könnte es schwer haben. Die meisten Versicherer nehmen nämlich nur Neukunden bis zu einer Höchstaltersgrenze auf.

Einige Unternehmen bieten inzwischen auch spezielle Seniorentarife an, die nicht viel teurer sind als bei einer normalen Zahnzusatzversicherung. Wirklich leistungsstarke Tarife findet man darunter aber nicht.

Der Versicherte erhält entweder weniger Kosten zum Zahnersatz erstattet oder Leistungen wie etwa Inlays werden ausgeschlossen. Senioren sollten daher zunächst versuchen, eine herkömmliche Zahnpolice ohne Altersbegrenzung abzuschließen.

Ob sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt, hängt letztlich von den persönlichen Ansprüchen ab. Vor dem Abschluss einer Zahnpolice sollte man ausrechnen, wie viel im Jahr aus eigener Tasche bezahlt werden muss und diese Summe mit den Kosten für eine private Versicherung vergleichen.

Liegen die Kosten darunter, lohnt sich in der Regel eine Zahnzusatzversicherung nicht. Alternativ kann man das Geld für den Zahnersatz auch selbst zinsgünstig anlegen - vielleicht auf einem Tagesgeldkonto?

Auf jeden Fall sollte man vorbeugend den Rat der Zahnärzte befolgen: Putzen, putzen, putzen!

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