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05.08.2010

Stadtsparkasse München setzt positive Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr fort

Die Stadtsparkasse München setzt die positive Geschäftsentwicklung der Vorjahre im ersten Halbjahr 2010 unverändert fort. "Wir erwarten ein ähnlich gutes Ergebnis wie im vergangenen Geschäftsjahr", erklärt Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München, bei Vorlage der Zahlen. Im vergangenen Jahr hatte die Stadtsparkasse München mit einem Betriebsergebnis nach Bewertung und vor Veränderung der Vorsorgereserven in Höhe von 133 Mio. Euro ihr bislang bestes Geschäftsjahr erreicht. Für 2010 stehen die Zeichen erneut gut: "Unsere Erträge sind weiterhin stabil, mit Sonderbelastungen in Folge der sich allmählich abschwächenden Finanz- und Wirtschaftskrise rechnen wir nach derzeitigem Stand nicht", so Strötgen.

Dank der herrschenden günstigen Refinanzierungsbedingungen von Banken und Sparkassen wird der Zinsüberschuss voraussichtlich höher ausfallen als im Vorjahr. Aus der Zinsdifferenz erwirtschaften Kreditinstitute einen Teil ihres Ertrags. Für das Provisionsgeschäft geht die Stadtsparkasse zur Jahresmitte von einem Ergebnis im laufenden Jahr auf Höhe des Vorjahres aus. "Zwar steigt das Interesse an Aktien als Direktanlage wieder an, insgesamt haben die Anleger aber nach wie vor wenig Vertrauen in Wertpapiere, zum Beispiel auch Investmentfonds“, erläutert Strötgen. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften verbessert sich leicht gegenüber 2009, nachdem auch Kunden der Stadtsparkasse im Frühjahr verstärkt Gold gekauft hatten.

Personal- und Sachkosten entwickeln sich 2010 im Plan. Gleichzeitig rechnet die Stadtsparkasse mit einem sehr positiven Bewertungsergebnis. Zum guten Halbjahresergebnis tragen sowohl die Wertpapiere im Eigenbestand des Kreditinstituts als auch das gute Bewertungsergebnis für Kredite bei. Bei ihren Eigenanlagen setzt die Stadtsparkasse München auf festverzinsliche Wertpapiere, deren Gewinne sich bis Jahresende verdoppeln, so die Prognose. "Wir gehen zum jetzigen Stand nicht davon aus, dass das Ergebnis durch unerwartete Abschreibungen belastet wird“, zeigt sich Strötgen optimistisch. "Unsere Risiko- und Bonitätspolitik im Kreditgeschäft hat den realen Stresstest der durchlebten Konjunkturkrise bestanden. Es gibt in unserem Haus keinen sprunghaften Anstieg von Kreditausfällen in Folge der weltweiten Wirtschaftskrise.“ Zudem erwartet die Stadtsparkasse für 2010 keine weitere Abschreibung auf die verbliebene Unternehmensbeteiligung an der Bayern LB. Der Vorstandsvorsitzende hofft, dass die Stadtsparkasse den für das laufende Geschäftsjahr angestrebten Zielwert von 63,7 Prozent für das Verhältnis von Aufwand und Ertrag (Cost-Income-Ratio) durch weitere Rationalisierungs-Maßnahmen erreicht (2009: 64,9 %).

Im Vergleich zum Vorjahr wuchs das Kreditgeschäft insgesamt im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent. Die Summe der Kredite an Privatpersonen, Unternehmen und Selbstständige, kommunale Kunden und sonstige Kreditnehmer stieg in den letzten sechs Monaten von 9,2 Mrd. Euro zum 30.06.2010 auf 9,4 Mrd. Euro. Davon haben Firmen- und Gewerbekunden einen Anteil von 4,2 Mrd. Euro, das Kreditvolumen wuchs um 1,6 Prozent. "In einigen Branchen gibt es Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung“, stellt Strötgen fest. "Allerdings spiegeln sich in den Bilanzen der Unternehmen nun die Umsatzrückgänge des vergangenen Jahres wider.“ Dass es für die Unternehmen dadurch schwieriger geworden sei, an Kredite zu gelangen, weist Strötgen zurück. "An unserer Kreditvergabepolitik hat sich nichts geändert. Der Kreditentscheidung gehen allerdings noch intensivere Gespräche voraus, um angemessen auf die individuelle wirtschaftliche Situation zu reagieren." Ungebrochen ist die Nachfrage der Unternehmen nach Immobiliendarlehen. Gefragt sind vor allem größere Objekte wie Mehrfamilienhäuser zur Vermögensanlage. In einzelnen Branchen hat sich die Stimmung soweit verbessert, dass die Unternehmen nun Ersatzinvestitionen planen.

Auch bei den Krediten an Privatkunden sind Wohnbaufinanzierungen der Wachstumsmotor. Die Ausleihungen an Privatkunden stiegen insgesamt um 2,2 Prozent auf gut 4,6 Mrd. Euro (2009: 4,5 Mrd. Euro), darunter der Anteil der langfristigen Darlehen sogar um 2,4 Prozent. Die Zahl der Neuzusagen erreicht erneut das hohe Niveau des Vorjahres. 2009 überschritt das Volumen des Neugeschäfts erstmals 1 Milliarde Euro.

"Der Trend, das angesparte Vermögen lieber in Sachwerte wie Immobilieneigentum zu investieren statt am Kapitalmarkt anzulegen, hält auch 2010 an“, beschreibt Strötgen das Anlageverhalten der Münchnerinnen und Münchner. So entwickelten sich die Kundeneinlagen bis zum Stichtag am 30.06. leicht rückläufig. Innerhalb der ersten sechs Monate sanken sie um 1,7 Prozent auf 12,0 Mrd. Euro (2009: 12,2 Mrd. Euro). Die durchschnittliche Bilanzsumme im ersten Halbjahr 2010 reduzierte sich in Folge dessen um 0,4 Prozent auf knapp 15,2 Mrd. Euro. In Erwartung steigender Zinsen schichteten Kunden fällig gewordene Gelder aus Termineinlagen oder Sparkassenbriefen zunächst in Sicht- und Spareinlagen um. Über die von allen Kundengruppen größten finanziellen Reserven verfügen offenbar die Privatkunden. Ihre Einlagen bei der Stadtsparkasse München überschritten erstmals knapp die Marke von 10 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 2,1 Prozent gegenüber dem in der Bilanz zum Jahresende ausgewiesenen Wert von 9,8 Mrd. Euro.

"Unser Ziel ist eine Geschäftsstrategie, die verantwortungsbewusst und nachhaltig ausgerichtet ist“, fasst Strötgen die Philosophie des Hauses zusammen. "Das gilt für die ganzheitliche Beratung unserer Kunden wie für den betrieblichen Umweltschutz und das Fördern "ökologischer" Produkte und Dienstleistungen.“ Im Kreditgeschäft bietet die Stadtsparkasse unter anderem zinsgünstige Kredite, Fördermittel für Umweltinvestitionen und Energiesparmaßnahmen an. Umweltbewusste Anleger können in Nachhaltigkeitsfonds investieren.

Pressemitteilung der SSK München

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