Nicht Eifersucht, sondern Geld ist häufig Streitthema Nummer eins bei Paaren, die zusammenleben. Eine klare Regelung über die Verwaltung der laufenden Einnahmen und Ausgaben ist Voraussetzung, um den Frieden im Haushalt zu wahren.
Wie der Verband der PSD berichtet, folgt die Rollenverteilung bei Ehepaaren mit Kindern oftmals noch dem altbekannten Muster: Der Mann arbeitet Vollzeit, die Frau bleibt Zuhause, erzieht die Kinder und führt den Haushalt. Heutzutage arbeiten jedoch viele Frauen nicht nur halbtags oder auf 400-Euro-Basis, viele gehen auch einer Vollzeitbeschäftigung nach.
Im Hinblick auf die gemeinsame Vermögensverwaltung von Paaren gibt es zwar kein allgemein gültiges Modell, dennoch hat sich das so genannte Drei-Konten-System häufig bewährt. Nach dem Motto "Mein, dein, unser Konto" fließen dabei alle Einnahmen der Familie auf ein gemeinsames Konto.
Davon werden alle Fixkosten, wie beispielsweise Miete, Nebenkosten, Versicherungen, eventuell, Schulgeld der Kinder und Urlaube bestritten. Was übrig bleibt, wird aufgeteilt und auf eigene Konten der Ehepartner überwiesen. Damit muss sich in Geldfragen niemand als "Bittsteller" fühlen und kann jederzeit über eigene Mittel verfügen.
Tipp: Der Einkommensbezieher ist gesetzlich verpflichtet, das Geld zur Haushaltsführung im Voraus zur Verfügung zu stellen. Der Anspruch ist vor Gericht sogar einklagbar - denn Erwerbstätigkeit und Haushaltsführung werden vom Gesetzgeber als gleichwertige Leistungen betrachtet. Ein Haushaltsbuch hilft, Streit ums Wirtschaftsgeld zu vermeiden. Eine Vorlage kann man bei den jeweiligen Verbraucherzentralen der Bundesländer erwerben.
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