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17.03.2010

So funktioniert der perfekte Frühjahrsputz

Jeder kennt das: Der Winter geht zu Ende, die Frühlingssonne kommt raus, es wird wärmer, die Sonne scheint in die Wohnung - und erst jetzt wird sichtbar, wie dreckig die Fenster sind und welche Staubschicht sich in der Heizungsperiode auf den Schränken angesammelt hat. Es ist Zeit für den Frühjahrsputz. Was sollte man dabei beachten? Die Zeitschrift Daheim in Deutschland liefert in ihrer neuesten Ausgabe (April/Mai) viele nützliche Tipps fürs effektive Putzen.

Das beginnt schon bei der Kleidung, die nicht schön, dafür aber bequem sein sollte - wes?halb sich alte T-Shirts oder Sportkleidung anbieten. Auf jeden Fall ist festes Schuhwerk wichtig, weil Hausschuhe oder Schlappen zu gefährlich für die Hausarbeit sind. Zur richtigen Ausrüstung gehört auch gutes Arbeitsgerät. Wer eine empfindliche Haut hat, sollte sich Haushaltshandschuhe besorgen, weil scharfe Reiniger und heißes Wasser den Händen sonst schnell zusetzen. Für Allergiker gibt es inzwischen Handschuhe mit Baumwoll?beschichtung.

Um sich die Arbeit nicht unnötig zu erschweren, empfiehlt es sich, alle Putzmittel in eine tragbare Kiste zu packen - inklusive der Putzlappen, die am besten aus Mikrofaser sein sollten. Das spart erstens Putzmittel und hinterlässt zweitens keine Fusseln. Elke Wieczorek, Präsidentin des DHB - Netzwerk Haushalt, Berufsverband der Haushaltsführenden, rät zudem in Daheim in Deutschland: "Für jeden Bereich des Haushalts, also Küche, Bad, WC, sollten gesonderte Lappen, Bürsten oder Schwämme verwendet werden."

Wer mit dem Frühjahrsputz beginnt, sollte sich zuvor eine Art Fahrplan machen. Denn es ist sinnvoll, ein Zimmer nach dem anderen zu reinigen. In der Küche gehört zum Beispiel der Kühlschrank dazu, der Lieblingsplatz für viele Bakterien und Schimmelpilze ist und deshalb gründlich gereinigt werden muss. Auch der Gefrierschrank muss auf Vordermann gebracht werden. Der beste Weg: Das Gefriergut in Zeitungspapier packen und in den Kühlschrank legen, so passiert am wenigsten. Um den Gefrierschrank zum Putzen möglichst schnell abzutauen, kann man eine Schüssel mit heißem Wasser in eines der Gefrierfächer stellen.

Währenddessen können andere Putzaktionen erledigt werden - zum Beispiel die Säuberung der Dunstabzugshaube mit einem fettlösenden Küchenreiniger, die Entkalkung der Kaffeemaschine und des Wasserkochers oder das Abwischen der Küchenschränke, auf denen sich gerne eine Mischung aus Staub und Fett vom Braten absetzt. Wer sich dieses Wischen im nächsten Frühjahr ersparen will, legt einfach Zeitungsbögen auf die sauberen Schränke. So lagert sich Fett und Staub künftig auf dem Papier ab, man muss dann nur noch die Zeitungsbögen auswechseln.

Auch im Bad bietet sich im Frühjahr eine gründliche Putzaktion an. Um die Wandkacheln zu säubern, sollte man sie mit einem kalklösenden Reiniger abwischen. Wo hartnäckige Kalkränder auftreten, ist es ratsam, die betroffenen Stellen mit einem in Zitronensaft getränkten Wattebausch vorzubehandeln. Die Dichtungen von Wasch-, Spülmaschine und Kühlschrank halten länger, wenn sie mal wieder mit einer Spülmittellösung abgerieben werden. Auch die Einspülkammer der Waschmaschine sollte regelmäßig gereinigt werden.

Beim Frühjahrsputz gibt es eine wesentliche Grundregel: oben beginnen und sich in Richtung Boden vorarbeiten. Zuerst empfiehlt es sich also, die Gardinen abzunehmen und zu waschen. Wer in dieser Zeit die Fenster putzen möchte, sollte dies nicht bei direkter Sonneneinstrahlung tun, weil der Reiniger sonst zu schnell trocknet und Streifen hinterlässt. Auch die Bücherregale im Wohnzimmer müssen vom Staub befreit werden - und zwar zuerst mit einem trockenen Lappen und dann mit einem feuchten Tuch. Wichtig auch: Bilder und Topfpflanzen abstauben, falls möglich die Sofakissen waschen. Und den Holzboden mit einem feuchten, nicht nassen Tuch bzw. Mopp wischen.

Bleiben noch das Schlafzimmer und die Kleiderschränke. Viele Matratzen besitzen eine Winter- und eine Sommerseite, jetzt ist also der richtige Zeitpunkt zum Umdrehen. Bevor das Bettzeug wieder aufgelegt wird, können die Matratzenschoner, Kissen und möglicherweise auch die Kuscheltiere gewaschen werden. Daunendecken werden besonders luftig, wenn sie nach dem Waschen in den Trockner kommen. Die Teppiche in den Zimmern müssen gründlich gesaugt werden, wobei man nicht vergessen sollte, auch unter dem Bett oder hinter dem Schrank zu saugen. Kleinere Läufer gehören in die Waschmaschine, für größere gibt es spezielle Teppichwäschereien.

Beim Kleiderschrank heißt die Maxime ausmisten und die aussortierte Ware zur Altkleidersammlung geben. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Hosen, Jacken und Pullover, die in diesem Winter nie getragen wurden, auch im nächsten Winter nur den Platz im Schrank blockieren. Wer sich von seinem Lieblingspulli aber nicht trennen will, muss ihn nochmals waschen und dann gut verpacken - am besten in eine Tüte mit Lavendelsäckchen oder Zedernholzstückchen. So wird das gute Stück nicht von Motten befallen.

(Pressemitteilung Daheim)

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