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10.02.2009

Selbstständig und unerwartet krank

Wer sein eigenes Unternehmen gründet, hat alle Hände voll zu tun - und nebenher noch einen Wust an Bürokratie zu bewältigen: Gewerbeanmeldung, Buchhaltung, Steuern. "Und wenn ich jetzt schwer krank werde? Was dann?"

Diese Frage stellten sich die wenigsten, meint Benno Schmeing, Krankenversicherungsexperte der DKV. "Dabei gefährden Existenzgründer nicht nur ihre Gesundheit, wenn sie nicht ausreichend versichert sind. Sie können auch ihr Unternehmen schädigen und im Extremfall sogar in die Pleite treiben."

Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes leben in Deutschland 60.000 Selbstständige ohne Krankenversicherung.

Seit dem 1. Januar gilt auch für Selbstständige eine Versicherungspflicht, jeder Existenzgründer muss sich also entweder bei einer gesetzlichen Kasse freiwillig versichern oder eine private Krankenversicherung abschließen. Bei privaten Krankenversicherungen sind die Beiträge oft günstiger. Die Versicherung übernimmt die Kosten für medizinische Behandlungen. "Wer nur wenig Geld für die Krankenversicherung übrig hat und kerngesund ist, kann ein Angebot mit Selbstbeteiligung wählen", empfiehlt Benno Schmeing, Krankenversicherungsexperte der DKV. "Solche Einsteigertarife sind preiswert und bieten dennoch ausreichenden Schutz, wenn man doch einmal richtig krank wird." Viele Unternehmen bieten ihren Kunden auch an, ihre Versicherung nach ein paar Jahren aufzustocken, wenn die Existenzgründung erfolgreich war und mehr Geld für die private Krankenversicherung übrig ist.

An was viele Selbstständige jedoch nicht denken, ist die Absicherung für den Fall, dass sie längere Zeit nicht arbeiten können. "Das ist besonders tragisch bei einem Ein-Mann- Unternehmen. Wenn niemand die Arbeit macht, kommt auch kein Geld rein", meint Schmeing.

Reserven sind schnell aufgebraucht und das Mini-Startup steht vor dem Ruin. Wer gesetzlich versichert ist, bekommt in diesem Fall von seiner Krankenkasse seit Jahresanfang keinen Cent mehr.

Hilfe bietet nur eine zusätzliche Krankentagegeldversicherung bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. "Diese Versicherung ist ein Muss für Selbstständige. Wer noch keine hat, sollte sich unbedingt darüber informieren."

Wichtig zu wissen: Wer einen Wahltarif bei der gesetzlichen Kasse wählt, kann seine Krankenkasse drei Jahre lang nicht wechseln.

Pressemitteilung der ERGO Versicherungsgruppe AG

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