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15.04.2010

Rückenschmerzen: Die meisten Befragten setzen auf Schmerzmittel und Massagen

Bei Kreuzschmerzen erhoffen sich die Betroffenen in Deutschland häufig Linderung durch so genannte passive Anwendungen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" herausgefunden. Knapp die Hälfte der Männer und Frauen (44,9 %), die in den vergangenen 12 Monaten unter Rückenschmerzen litten, versuchen demnach mit Wärmeanwendungen der Schmerzen Herr zu werden.

Mehr als ein Drittel (36,7 %) setzen auf Massagen, drei von zehn (31,3 %) nehmen vom Arzt verschriebene Schmerzmittel ein, und jeder Fünfte (21,2 %) probiert es mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke. Doch Experten sehen solche, von Ärzten häufig verschriebenen, passiven Methoden durchaus skeptisch. Viele Menschen mit Kreuzweh empfänden Maßnahmen wie Bettruhe, Schmerzmittel und Massagen zwar als sehr hilfreich, betont die Orthopädin Dr. Eva-Kristin Renker von der Universitätsklinik Heidelberg in einem Interview in der Aprilausgabe der "Apotheken Umschau". Sie verweist aber zugleich auf Ergebnisse einer von ihr durchgeführten Studie, derzufolge nur etwa ein Drittel der Patienten auch objektiv von einer dieser passiven Behandlungen profitierte. Bei knapp 13 Prozent verschlechterte sich die Schmerzsymptomatik sogar. Ruhe könne zwar manchmal gut tun, jedoch nur für kurze Zeit.

"Massage ist ein fester Bestandteil der physikalischen Therapie. Man sollte daraus aber nicht den Schluss ziehen, allein mit Massage sei das Problem zu lösen", meint Prof. Hans-Reimund Casser vom DRK-Schmerz-Zentrum in Mainz. Der von der "Apotheken Umschau" in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge beherzigen doch einige Menschen mit Rückenbeschwerden die Bewegungs-Empfehlungen, damit die Qual im Rücken vergeht: So macht jeder Achte (12,7 %) eine spezielle Wirbelsäulengymnastik, jeder Neunte (11,0 %) Rückenschule und jeder Elfte (8,7 %) Ausdauertraining. Mehr Infos rund um das Thema Rücken und ein Video mit Übungen gibt es unter www.apotheken-umschau.de/Ruecken .

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.291 Personen ab 14 Jahren, die in den vergangenen 12 Monaten unter Rückenschmerzen litten.

Pressemitteilung der Apotheken Umschau

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

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