Startseite > Depotkonten > News > Risikomanagement: Banken ziehen Lehren aus der Finanzkrise
19.12.2008

Risikomanagement: Banken ziehen Lehren aus der Finanzkrise

60 Prozent der deutschen Kreditinstitute planen, bis 2011 ihr Risikomanagement komplett auf den Prüfstand zu stellen. Ziel ist, Risiken früher erkennen zu können. Vor allem Investitionen in moderne Frühwarnsysteme sowie eine deutlich verbesserte Datengrundlage sollen die Risikomanager dabei unterstützen.

Denn die bestehenden Reporting-Systeme liefern häufig nur einen Teil der für die Risikoeinschätzung notwendigen Daten und Analysen.

Das sind die Ergebnisse der Studie "Branchenkompass 2008 Kreditinstitute - Sonderausgabe Finanzmarktkrise" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Bei der Mehrheit der Banken besteht das Risikocontrolling aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Datenbeständen und bildet damit eine unzureichende Basis für Risikoanalysen. Der Grund: historisch gewachsene IT-Strukturen sowie die fehlende Vernetzung der Fachabteilungen.

Die befragten Banken wollen diese Defizite abbauen, indem sie die Informationspflege mit Hilfe moderner Business-Intelligence-IT verbessern.

Zentral verwaltete Daten und standardisierte Prüfverfahren sorgen künftig dafür, dass die Informationsdichte zunimmt und Bankmitarbeiter die Risiken von Finanzgeschäften genauer einschätzen können. Zudem enthalten die Daten weniger Fehler und sind schneller verfügbar.

Über Webportale sind Entscheider beispielsweise auch mobil in der Lage, Risikoprüfungen durchzuführen. Das verkürzt u.a. die Reaktionszeit bei Kreditentscheidungen.

Die Hälfte der befragten Banken hat zudem damit begonnen, die gesamte Ablaufkette der Risikoprüfung neu zu durchleuchten, um Schwachstellen aufzuspüren. Mehr als die Hälfte der Fach- und Führungskräfte wollen zu diesem Zweck die internen Kontrollsysteme ausbauen.

Hierzu gehört beispielsweise, dass auf Vorstandsebene ein oberster Risikomanager die Fäden zusammenführt. Gleichzeitig plant jedes zweite Institut zusätzliche Investitionen in die Personalentwicklung. Die Mitarbeiter sollen künftig besser darauf trainiert sein, versteckte Risiken zu erkennen.

Insbesondere die Genossenschaftsbanken sowie die großen Kreditbanken haben erkannt, dass sie bei den Controllingprozessen Nachholbedarf haben. Bei diesen beiden Bankengruppen planen sieben von zehn Entscheidern, die internen Prozesse der Risikosteuerung und des Controllings zu überprüfen.

Hintergrundinformationen Im November 2008 wurden 100 Führungskräfte aus den größten Kreditinstituten in Deutschland zur Finanzmarktkrise, zu den geplanten Maßnahmen und zur mittelfristigen Geschäftserwartung der Banken befragt.

Die Topentscheider vertreten die drei Bereiche des deutschen Bankensektors: die öffentlichen Institute, die Genossenschaftsbanken und die privaten Geschäftsbanken ("Kreditbanken" laut Bundesbankdefinition).

Die Interviewpartner waren Vorstandsvorsitzende, Geschäftsführer, Leiter der Bereiche Finanzen, Controlling, Vertrieb, Marketing, Risikomanagement, Kreditabteilung sowie Vermögensverwaltung.

Das Marktforschungsinstitut forsa aus Berlin führte die Befragung in Telefoninterviews nach der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) durch. Die Basis der Telefoninterviews bildete ein strukturierter Fragebogen.

Pressemitteilung von steria mummert consulting

Empfehlung - Tagesgeld

# Anbieter Produkt Zinssatz
1 MoneYou Tagesgeld 2,55%
2 Bank of Scotland Tagesgeld 2,40%
3 1822direkt ZinsCash (Standardzins) 2,30%

Tagesgeld vergleichen!

Selbst ist der Anleger! Börse verstehen, Angebote durchschauen

Anlegen mit Erfolg Ob ETFs, Zertifikate oder Optionsscheine - Finanzprodukte werden immer vielfältiger und komplizierter. Viele Anleger schreckt das Börsen-Chinesisch ab. Sie verlieren den Überblick un ... weiter

Zinsen verschieben, Steuern sparen

Zinssteuern Ab 2009 gilt die Abgeltungssteuer mit einem einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent auf Kapitalgewinne. Viele Sparer tätigen Geldanlagen daher noch in diesem Jahr, um die Steuer ... weiter

Produkttests

Im Test: Die Kfz-Versicherung der AllSecur mit Marten
Es ist Herbst in Deutschland und auf den Straßen treibt ein finsterer Gesell sein Unwesen. Die Opfer: Ahnungslose Autos. Denn ganz egal, ob Hagelschaden, Blechschaden oder Diebstahl: Marder Marten hat seine Finger im Spiel. Sein Gegner ist die Kfz-Versicherungsmarke AllSecur. Ob diese auch im richtigen Leben die Oberhand behält, verraten wir Ihnen in unserem Produkttest der Kfz-Versicherung. mehr...

Im Test: Der Direktkredit der SWK Bank
Bei der SWK Bank kann man einen Ratenkredit direkt online bestellen. Innerhalb von 30 Sekunden soll man dabei eine Antwort erhalten, ob man zwischen 1.000 und 50.000 Euro als Kreditsumme erhalten kann. Das Geld würde dann innerhalb von zwei Arbeitstagen auf dem Konto des Antragsstellers sein. Ob sich das Angebot lohnt, erfahren Sie in unserem Produkttest des Direktkredits der SWK Bank. mehr...

Im Test: Das Festgeld der GarantiBank
Bringen vierblättrige Kleeblätter auch Bankkunden Glück? Die Garantibank versucht es auf jeden Fall und setzt den vermeintlichen Glücksbringer nicht nur in ihr eigenes Logo. Auch im Namen der Festgeldanlage findet sich das Kleeblatt wieder. Ob Sie sich bei dieser Geldanlage nur auf ihr Glück verlassen sollten, erfahren Sie in unserem Test des Kleeblatt-Festgeld-Kontos. mehr...

Im Test: Das Top-Zinskonto der Norisbank
Die Norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und bezeichnet sich selbst als "ersten Qualitätsdiscounter im deutschen Bankenmarkt." Jetzt hat die Norisbank ihren Tagesgeld-Aktionszins noch einmal erhöht. Wir haben uns das Top-Zinskonto der Norisbank genauer angesehen. Ist der Name Programm? Die Antwort auf diese Frage lesen Sie hier in unserem Produkttest. mehr...

Im Test: Das Tagesgeldkonto der Targobank
Die Bäume blühen, die Zinsen steigen. Ist das der Frühling oder das Ende der Sparerkrise? Vielleicht beides. Einige Tagesgeldanbieter schrauben ihre Zinsen sachte nach oben. Zum Beispiel die Targobank. Wir haben uns das Tagesgeldangebot der Targobank einmal genauer angesehen. Unsere Erkenntnisse lesen Sie hier. mehr...

Finanz-Newsletter

Melden Sie sich für den Gratis-Newsletter von forium an!

Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und bin damit einverstanden.

Ihr Abonnement können Sie entweder auf der Abmeldeseite oder in jedem Newsletter mit einem Klick beenden.