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30.11.2000

Privatisierung der Postbeamtenkrankenkasse

Die Bundesregierung prüft die Privatisierung der Postbeamtenkrankenkasse. Wie die Financial Times Deutschland meldet, führt die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation in Bonn, derzeit Gespräche mit fünf Unternehmen.

Nach Branchenangaben gehören dazu die Debeka in Koblenz, die Bayrische Beamtenkrankenkasse und die Hallesche Nationale in Stuttgart. Keines der betroffenen Unternehmen wollte zu dem Vorgang Stellung nehmen.

Es werden unterschiedliche Privatisierungs-Modelle diskutiert. Eines davon sieht die Umwandlung der Kasse aus einer Körperschaft des öffentlichen Rechts in eine Aktiengesellschaft vor, die dann mit einer bereits existierenden Versicherung fusionieren würde. Für eine Veränderung des Status quo müsste das Postgesetz modifiziert werden.

Die Postkasse gehört mit 420.000 Mitglieder und 240.000 mitversicherten Angehörigen zu den größten betrieblichen Sozialeinrichtungen.

Da die Kasse im Zuge der Privatisierung der Post, Ende 1994 für neue Mitglieder gesperrt wurde, findet eine stetige Alterung des Mitgliederbestandes statt. Somit entsteht eine ständig wachsende Lücke zwischen den Ausgaben und den Beitragszahlungen.

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