Migranten, die in der Europäischen Union einen Job gefunden haben, schicken jährlich hohe Beträge in ihre Heimatländer. Sie helfen damit oft ihren daheim gebliebenen Familien, die wirtschaftliche Existenz zu sichern, die Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren oder zu sparen. Die Summe dieser sogenannten Heimatüberweisungen stieg von 19,4 Milliarden Euro im Jahr 2004 auf 31,8 Milliarden im Jahr 2008. Das ist ein Anstieg um 64 Prozent.
Hauptursache dafür ist die Zunahme des Geldtransfers in Drittländer außerhalb der EU. Er stieg auf einen Anteil von 71 Prozent der Gesamtsumme. Ein Viertel des Gesamtbetrages der Heimatüberweisungen kam mit 7,8 Milliarden Euro aus Spanien. In Spanien arbeiten viele Franzosen, Nordafrikaner und Migranten aus Lateinamerika. Mit einem Überweisungsbetrag in Höhe von 6,4 Milliarden Euro folgt Italien auf dem zweiten Platz. Aus Frankreich flossen 3,4 Milliarden Euro in die früheren Wohnsitzländer der Migranten. In Deutschland arbeitende Migranten tran sferierten 3,1 Milliarden Euro in ihre Heimatländer.
(Pressemitteilung Postbank)
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