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09.05.2009

Mehr Rendite bei längerfristiger Geldanlage

Auch in Zeiten niedriger Guthabenzinsen können Bankkunden bei richtiger Planung die Rendite ihrer Ersparnisse steigern. Wer bestimmte Beträge nicht täglich verfügbar braucht, kann mit Termin- und Festgeldinvestitionen mehr herausholen.

"Tagesgeld, Festgeld, Laufzeitkonto oder Sparbriefe - welche Anlage für wen am besten geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab", erklärt Dirk Koenen von der Dresdner Bank. Tendenziell bevorzugen die Deutschen immer noch sehr kurzfristig verfügbare Anlagen mit entsprechend niedriger Verzinsung und verschenken damit bares Geld.

Ein Höchstmaß an Freiheit, aber mehr Rendite als ein Girokonto bietet Tagesgeld. Bankkunden können das Ersparte jederzeit abheben, ohne dass Kosten oder Gebühren entstehen. Auch Einzahlungen sind immer möglich. "Tagesgeld eignet sich daher sehr gut zum Parken von Geld, an das man im Zweifelsfall aber doch schnell herankommen muss, etwa weil eine eilige Autoreparatur ansteht oder ein teureres Haushaltsgerät ersetzt werden muss", so Koenen. Die sofortige Verfügbarkeit bezahlt der Bankkunde allerdings mit vergleichsweise niedrigen Zinsen von derzeit etwa einem Prozent, die zudem je nach Marktentwicklung schwanken können.

"Wenn immer möglich, sollte man einen Teil des Ersparten auf Termin festlegen", rät Koenen. Das Prinzip: Je länger man sich bindet, desto höhere Zinsen gibt es. Und die sind über die gesamte Laufzeit des Kontos garantiert. Wer also beispielsweise weiß, dass wegen eines Umzugs in einem Jahr Maklergebühren und eine neue Küche fällig werden, kann das Geld zwölf Monate anlegen und den Zinsvorteil von derzeit etwa 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zu Tagesgeld einstreichen. Aber Achtung: Wer ungeplant doch vor Ende der Frist das Geld braucht, riskiert Vorfälligkeitsgebühren und Zinsverlust. Wichtig auch: Rechtzeitig vor Ablauf des Sparzeitraums über Stopp oder Verlängerung der Geldanlage entscheiden. "Termingeld eignet sich nicht so sehr als Notgroschen für Unvorhergesehenes, sondern eher als Topf für geplante Ausgaben, etwa eine große Reise oder Reparaturen", betont Geldanlageexperte Dirk Koenen von der Dresdner Bank.

Eine Alternative zu Tages- und Festgeld sind die von Banken selbst herausgegebenen Sparbriefe. Diese haben feste Laufzeiten und in diesem Zeitraum auch feste Zinsen. Wichtig: Während der Laufzeit kann der Sparer nicht über sein Geld verfügen. Dafür gibt es derzeit bei einer Anlagedauer von vier Jahren Zinsen von drei Prozent, die die Rendite von reinem Tagesgeld deutlich schlagen. "Wer für das neue Auto in einigen Jahren oder das Studium des Kindes spart, ist mit einem Sparbrief gut beraten und kommt auch nicht in Versuchung, das Geld kurzfristig für andere Dinge auszugeben", erklärt Koenen.

Deutsche verschenken Rendite

Insgesamt verfügen die deutschen Privathaushalte über ein Geldvermögen von 4,5 Billionen Euro. Das ist laut Langzeitstatistik der Deutschen Bundesbank doppelt so viel wie 1993. Etwa ein Viertel davon (1,2 Billionen) sind Bargeld oder schlecht verzinste Produkte wie kurzfristig verfügbare Einlagen (Sichteinlagen) und Spareinlagen, zum Beispiel Sparbücher. Höher verzinste Anlagen wie Termineinlagen und Sparbriefe machen dagegen mit 480 Milliarden Euro nur rund ein Zehntel des Geldvermögens aus.

"Mit diesen Geldanlage-Vorlieben entgehen den Bürgern Jahr für Jahr wertvolle Zinsen", so Bankexperte Koenen. Ein Beispiel aus dem Alltag: Wenn Großeltern ihrem Enkel von Geburt an monatlich 50 Euro auf ein Sparbuch mit 1,5 Prozent Jahresverzinsung legen, hat der junge Mann zum 18. Geburtstag 12.394 Euro. Hätten die Großeltern ein Produkt mit drei Prozent Verzinsung gewählt, bekäme der Enkel 14.277 Euro, also fast 2.000 Euro mehr.

In punkto Sicherheit sind Termingelder mit Sparbüchern und Girokonten gleichwertig. Erstens steigt ab dem 30. Juni 2009 die gesetzliche Mindestabdeckung für Einlagen von 20.000 auf 50.000 Euro und ab dem 31. Dezember 2010 auf 100.000 Euro. Zweitens ist über den gemeinsamen Einlagensicherungsfonds der Banken das Geld auch bis zu bestimmten Obergrenzen vor einer Insolvenz des Geldinstituts geschützt. "Diese Grenzen sind viel höher als beim gesetzlichen Anlegerschutz. Deshalb sollten Anleger darauf achten, ob ihre Bank dem Einlagensicherungsfonds angehört", so Koenen. Und drittens hat die Bundesregierung versichert, sie stehe komplett für alle Spar-, Giro- und Termineinlagen der Bundesbürger ein.

Pressemitteilung des Bankenverbandes

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