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28.11.2007

Mehr Patienten in der Psychiatrie

Immer mehr Menschen werden wegen psychiatrischer Erkrankungen in Deutschlands Krankenhäuser eingewiesen.

Einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge ist die Zahl der eingewiesenen Versicherten zwischen 2003 und 2006 um 37 Prozent auf über 50.500 gestiegen. Der Leiter der stationären Versorgung bei der TK, Bernd Beyrle:

"Die Zunahme der psychiatrischen Krankenhausbehandlungen führt zu massiv steigenden Kosten. Zwischen 2003 und 2006 sind unsere Ausgaben hierfür um 33 Prozent auf 302 Millionen Euro gestiegen."

Die Zahl der TK-Versicherten hat im Zeitraum lediglich um 12 Prozent auf 6 Millionen zugenommen. Hauptgrund für den starken Bedarf ist laut TK der Anstieg bei Depressionen, Schizophrenie und alkoholbedingten Behandlungen.

"Vor allem der geringere Zusammenhalt in den Familien sowie ein zunehmender Leistungsdruck an der Arbeit und in der gesamten Gesellschaft sind für viele Menschen große Stressbelastungen", so TK-Psychologin Inga Margraf.

"Bei Menschen mit einer entsprechenden Veranlagung führen diese zunehmenden Belastungen immer häufiger zu

psychischen Erkrankungen."

Den Betroffenen bietet die TK neben der stationären Behandlung auch zahlreiche neue und innovative Behandlungen.

Unter anderem entwickelte die TK gemeinsam mit ärztlichen Berufsverbänden das "Versorgungsnetz Depression", das mittlerweile bundesweit in sieben Regionen angeboten wird.

Ziel ist es, eine Depression frühzeitig zu erkennen und von Anfang an richtig zu behandeln. Dabei arbeiten Hausärzte, Fachärzte und Kliniken sehr eng zusammen.

Die Patienten erhalten innerhalb von 14 Tagen Behandlungstermine. Die Betroffenen werden intensiv betreut, dazu gehören auch spezielle Patientenschulungen.

Alle Ärzte arbeiten nach den neuesten medizinischen Leitlinien und bilden sich zudem auf dem Gebiet der Depression regelmäßig fort.

Sie besprechen in Fallkonferenzen die Diagnosen und Therapien einzelner Patienten und nehmen an Qualitätszirkeln teil.

Depressive Patienten, die frühzeitig die richtige Hilfe bekommen, können schneller wieder gesund werden. Mit dem Programm sollen die Patienten möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung behandelt werden können.

Außerdem gibt es in einigen Regionen Angebote für Ganzheitsmedizin sowie für chronisch suchtmittelabhängige Menschen.

Bundesweit erleichtert eine internetbasierte Gruppentherapie den psychiatrischen Patienten nach ihrem Klinikaufenthalt den Weg zurück in den Alltag.

Dadurch werden Rückfälle vermieden und die Patienten besser stabilisiert. Weitere Informationen zu Seelenleiden wie einer Depression bietet die Homepage der TK unter www.tk-online.de.

Pressemitteilung der TK

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