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30.01.2011

Lohnsteuer 2010: Mit Werbungskosten und Sonderausgaben Geld sparen

Jährlich grüßt die Steuererklärung. Mit ihr grüßen auch so seltsame Begriffe wie Arbeitnehmer-Pauschbetrag oder Sonderausgaben. Was steckt hinter diesen Steuerbegriffen? Wie hoch sind die Frei-, Pausch- und Höchstbeträge? Für das Steuerjahr 2010 haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

 

Sind Sie überhaupt steuerpflichtig?

Grundfreibetrag

(dhe/tel) Jedem Bürger steht ein Grundfreibetrag von 8.004 Euro pro Kalenderjahr zur Verfügung. Einkommensteuern muss er dafür nicht zahlen. Der Grundfreibetrag wird regelmäßig der Entwicklung der Lebenshaltungskosten angepasst.

Einkommensteuertarif

Der geltende Einkommensteuertarif ist ein progressiver Tarif: Das bedeutet, je höher das zu versteuernde Einkommen, desto höher auch der jeweilige Steuersatz. Der Eingangssteuersatz ist der niedrigste Einkommensteuertarif, dieser liegt derzeit bei 14 Prozent. Er beginnt nach dem Überschreiten des Grundfreibetrages.

Der Steuertarif steigt bis zu einer Einkommenshöhe von 52.882 Euro auf 42 Prozent an. Anschließend bleibt er bis zu einer Einkommenshöhe von 250.730 Euro konstant. Danach wird der Spitzensteuersatz, von 45 Prozent fällig.

Steuererklärungspflicht

Nicht jeder Arbeitnehmer ist grundsätzlich dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Das muss sie oder er nur in bestimmten Fällen, beispielsweise, wenn im Veranlagungsjahr:

- beide Eheleute arbeiten und einer die Steuerklassen V oder VI hat.

- das Finanzamt einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hatte.

- Entgeltersatzleistungen (z.B. Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld) über 410 Euro bezogen wurden.

- der Arbeitnehmer bei mehr als einem Arbeitgeber beschäftigt war.

Das sind die gängigsten Voraussetzungen. Auch wenn man keinen Arbeitslohn im letzten Jahr bezogen hat, kann es sein, dass eine Einkommensteuererklärung fällig wird. Etwa, wenn man andere Einkünfte - wie Miet- oder Zinseinnahmen - hatte.

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