Die Investmentbank Goldman Sachs schätzt, dass es bei deutschen Lebensversicherungen in den nächsten Jahren etwa 30 Prozent weniger Anbieter geben werde. Einige Versicherer werden Probleme haben, den gesetzlich garantierten Mindestzins von 3,25 Prozent an ihre Versicherten auszuschütten.
Der Aktienanteil wurde in den Boomjahren 1999 und 2000 von vielen Lebensversicherungen drastisch erhöht. Weil die Aktienkurse in diesem Jahr stark fielen, sind daher viele Assekuranzen in Probleme geraten,. Das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) lies im Spätsommer einen "Stresstest" durchführen. Dabei mussten die Unternehmen ermitteln, wie hoch ihre Reserven seien, wenn etwa die Aktienkurse um weiter 35 Prozent abrutschen. Außer der Hannoverschen Lebensversicherung, deren Vorstand auf Verlangen des Amtes wegen groben Missmanagements abgelöst werden muss, ist jedoch nicht klar, wie viele Versicherungen in diesem "worst-case-Szenario" durchfielen.
Bei einer vergleichbare Studie der Agentur FitchRatings unter 75 Lebensversicherungen fielen 18 durch. Auf Druck des BAFin wurde ein Sicherungspool namens "Protector" gegründet. Die Lebensversicherungen zahlten bisher etwa fünf Milliarden Euro in dieses Auffangnetz. Falls eine Versicherung insolvent werden sollte, ist vorgesehen, dass "Protector" den Versicherten die garantierte Mindestverzinsung weiterhin ausschüttet.
| # | Anbieter | Produkt | Zinssatz |
|---|---|---|---|
| 1 | MoneYou | Tagesgeld | 2,75% |
| 2 | Barclays Bank | LeitzinsPlus | 2,75% |
| 3 | VTB Direktbank | Tagesgeld | 2,70% |
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