Nach Ansicht des WestLB-Wertpapieranalysten Carsten Zielke werden viele Lebensversicherungen ihren Kunden für 2001 nur das garantierte Minimum auszahlen, nicht aber eine Überschussbeteiligung.
Unbestritten ist, dass viele Gesellschaften ihren Garantiezins senken müssen - die Frage ist, wie weit. Während Zielke davon ausgeht, dass die Gesellschaften nicht mehr als 3,25 Prozent zahlen werden, kommentiert dies die Versicherungsbranche als "absurd".
In Finanzkreisen ist allgemein bekannt, das Lebensversicherungen ihre Gewinnbeteiligungen kürzen müssen, doch zu dem von Zielke beschriebenen "Schock" soll es aus Sicht der Versicherungsbranche nicht kommen.
Der Pressesprecher der Ergo-Gruppe, zu der die großen Lebensversicherer der Victoria und der Hamburg-Mannheimer gehören, sagt diesbezüglich, dass über die Höhe der Gewinnbeteiligung erst im November entschieden wird. "Dabei wird keine fünf vor dem Komme stehen", sagte er - das Minimum liege bei 6,0%.
Derzeit diskutiert die LVM-Versicherung über eine Senkung von 7,0 auf 6,25 Prozent, eine Entscheidung wird aber erst im November erwartet. Die Allianz will "in einigen Wochen" entscheiden. Die Aachener und Münchener Lebensversicherung hat verlautbaren lassen, dass sie bis Jahresende nichts zu dem Thema sagen wird.
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