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17.06.2003

Krankenversicherung: Sparen mit der BKK

Krank zu sein ist nicht nur unangenehm, es kann auch ziemlich teuer werden. Seit dem 1. Januar 2003 haben nämlich mehr als 16 Krankenkassen ihre Beiträge erhöht. Und wenn die Lücke, die bereits jetzt zwischen den Ausgaben und Einnahmen der Kassen klafft, noch größer wird, dann werden mit hoher Sicherheit auch bisherige Obergrenzen schnell überschritten werden.

Doch trotz der Beitragserhöhungen bei den gesetzlichen Krankenversicherung kann ein Versicherter bei der Suche nach preisgünstigen Alternativen immer noch bis zu 134,35 Euro monatlich sparen. Insbesondere die Betriebskassen (BKK) werben mit ihren günstigen Angeboten.



Derzeit liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei den Innungskrankenkassen bei 14,4 Prozent. Dass es allerdings auch noch teurer geht, beweisen Krankenkassen wie z.B. die DAK oder die Hamburg-Münchener, die von ihren Kunden 15,2 Prozent berechnen. Verständlich also, dass Kassen, die einen Beitragssatz von weniger als 12 Prozent veranschlagen, sich derzeit kaum dem Ansturm der Interessenten gerecht werden können.



Seit sich 1996 die mit vergleichsweise günstigen Tarifen ausgestatteten Betriebskassen (BKK) der Allgemeinheit geöffnet haben, ist die Nachfrage bis heute ungebremst. Insbesondere die kostengünstigen Angebote von 11,9% (Taunus BKK und BKK Essanelle) senken die finanzielle Belastung Monat für Monat gegenüber den teueren Kassen (DAK; AOK Bayern oder Barmer Ersatzkasse). Zwar muss die Ersparnis zur Hälfte mit dem Arbeitgeber geteilt werden, doch auch so sollte der Einspareffekt nicht unterschätzt werden.



Doch bei einem Wechsel sollte nicht übereilt gehandelt werden. Ihre alte Kasse sollten Sie erst dann kündigen, wenn Sie die Bestätigung ihrer neuen Mitgliedschaft in den Händen halten. Zwar gilt die alte Versicherung nach der Kündigung noch solange, bis der neue Vertrag in Kraft tritt, doch kann es auch passieren, dass der Arzt Sie ohne Versicherungskarte wie einen Privatkunden behandelt - und abrechnet. Die anfallende Rechnung muss der Patient dann aus der eigenen Tasche bezahlen.



Darüber hinaus sollten Sie immer bedenken, dass auch die billigen Kassen ihr Preisniveau nicht auf ewig garantieren können. Ein negatives Beispiel bietet derzeit die BKK Berlin, die mit einem Prozentsatz von 15,7 einen bundesweiten Spitzenplatz inne hat. Zwar sind andere Betriebskrankenkassen von solchen Zahlen noch weit entfernt, doch auch die BKK Essanelle hat zum 1. Juli eine Beitragserhöhung von 11,9 auf 12,8 Prozent angekündigt.

    Mehr Informationen zur Krankenversicherung finden Sie hier.

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