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16.07.2010

KfW Entwicklungsbank stärkt Innovation und Modernisierung von Unternehmen in der Russischen Föderation

Heute hat die KfW Entwicklungsbank mit der Vnesheconombank (VEB) während der Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen in Jekaterinburg im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Dmitri Medwedew ein Abkommen in Höhe von über 100 Mio. EUR unterzeichnet. Ziel des Abkommens ist die Vergabe von Krediten an den russischen Mittelstand für Investitionen im Bereich Innovation und Modernisierung . Die Mittelständler erhalten die Kredite von der russischen Entwicklungsbank Rossisskij Bank Rasvitija (RosBR), einer 100%igen Tochter der staatlichen Vnesheconombank.

Neben den positiven Impulsen für Innovation und Modernisierung des russischen Mittelstands werden auch positive Effekte für die Außenwirtschaftsförderung der Bundesrepublik Deutschland erwartet. Auswertungen bestehender KMU-Programme der KfW in der Russischen Föderation ergaben, dass bis zu 60% aller finanzierten Güter und Dienstleistungen direkt oder indirekt der deutschen Wirtschaft zugute kommen.

"Für die KfW ist diese Unterzeichnung des Kredits ein wichtiger Baustein zur Unterstützung beim Aufbau von Förderprogrammstrukturen in der Russischen Föderation und ein weiterer Meilenstein in der guten Zusammenarbeit mit unserem Partner Vnesheconombank," sagte Dr. Lutz-Christian Funke, Direktor der KfW Bankengruppe, anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Die Kreditvergabe an die Russische Entwicklungsbank erfolgt auf Basis des "Deutsch-Russischen Programms für Innovation und Modernisierung kleiner und mittlerer Unternehmen," welches im April 2010 zwischen VEB und KfW unterzeichnet worden war. Die RosBR wird die KfW-Mittel an verschiedene russische Banken weiterleiten, die ihrerseits damit Kredite an ihre mittelständischen Kunden herauslegen, um deren Modernisierungs- und Innovationsbereitschaft zu unterstützen.

Das Thema Innovation und Modernisierung der russischen Wirtschaft prägt derzeit die öffentliche Diskussion in Russland. Sowohl Präsident Medwedew als auch Premierminister Putin forderten wiederholt ein verstärktes Engagement der russischen Unternehmen. Aufgrund der bestehenden engen Kooperation zwischen der VEB und der KfW konnten beide Förderbanken zügig ein Konzept zur Förderung der Innovation und Modernisierung russischer kleiner und mittlerer Unternehmen entwerfen. Die KfW konnte dabei auf ihre langjährigen Erfahrungen bei der deutschen Mittelstandsförderung im Bereich der Innovationsfinanzierung zurückgreifen.

Die Bundesregierung begleitet seit Jahren im Rahmen des TRANSFORM-Nachfolgeprogramms auf vielfältige Weise die wirtschaftliche Entwicklung des Finanz- und KMU-Sektors in Russland. Als Mandatar des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Bundesministeriums der Finanzen unterstützt die KfW ihre Partner der russischen Wirtschaft und Politik über Refinanzierungsprogramme (derzeit ca. 300 Mio. EUR) und durch gezielte Beratungsmaßnahmen (z.B. Gesetzgebung, Managerausbildung, KMU-Förderung sowie Finanzsystementwicklung).

Pressemitteilung der KfW

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