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23.02.2010

IKK e.V. setzt sich für schnellere Gesundheitsversorgung ein

Der IKK e.V. setzt sich dafür ein, dass echte Innovationen den gesetzlich Versicherten schneller zur Verfügung stehen. Im Gegenzug dazu sollen veraltete und überholte Therapien auf den Prüfstand gestellt werden.

"Der Leistungskatalog ist zu starr und Innovationen kommen zu spät beim Patienten an und so manches bleibt zu lange nur im Krankenhaus zugänglich", sagt Rolf Stuppardt, Geschäftsführer des IKK e.V., Interessenvertretung der IKKn auf Bundesebene. Als Beispiel nennt er die Vakuumversiegelungstherapie in der chronischen Wundversorgung. Für die Umsetzung schlägt der IKK e.V. ein effizientes Innovationsmanagement vor. "Durch eine intensive Kooperation zwischen Gesundheitswirtschaft, Forschung, Leistungserbringern und den gesetzlichen Krankenkassen könnten neue Therapien und Produkte bedarfsgerechter und qualitätsgesicherter entwickelt werden", so Stuppardt. Derzeit seien kaum finanzielle Spielräume für Innovationen vorhanden. Dies sei einer modernen Krankenversicherung abträglich. Diese Forderung ist Teil eines nachhaltigen Maßnahmekataloges, den der IKK e.V. derzeit mit seinen Mitgliedskassen erarbeitet. Eine klare Abgrenzung zwischen der Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherung wird darin ebenso begrüßt wie die verstärkte Zusammenarbeit bei Wahl- und Zusatztarifen. "Wir setzen darauf, dass sich PKV und GKV auf ihre jeweiligen Kernkompetenzen konzentrieren und zum Wohle der Versicherten kooperieren", untermauert Andreas Fabri, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. sowie Arbeitgebervertreter im Verwaltungsrat der SIGNAL IDUNA IKK. Nach Ansicht des IKK e.V. hat die Politik in den vergangenen Jahren zu sehr auf zentralistische Strukturen gesetzt. Notwendig sind aber klare wettbewerbliche Spielregeln: "Wir brauchen einen besseren und verlässlichen wettbewerblichen Ordnungsrahmen für das Handeln der Krankenkassen, wie beispielsweise im Zusammenhang mit Fusionen, aber auch für das Vertragsgeschehen mit Leistungserbringern", sagt Hans-Jürgen Müller, versichertenseitiger Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. und Vorsitzender des Verwaltungsrates der IKK gesund plus. Der IKK e.V. setzt schon vor der Veröffentlichung seiner Positionierung auf eine breite öffentliche Diskussion. Ein Höhepunkt wird dabei die Veranstaltung "Plattform Gesundheit" am 25. März in Berlin sein, bei der sich Wissenschaftler, Gesundheitspolitiker und die Sozialpartner zum Thema "Die solidarische Krankenversicherungen: Ladenhüter oder Zukunftsmodell?" austauschen werden. Unter Einbeziehung der Ergebnisse dieses öffentlichen Diskurses wird der IKK e.V. sich abschließend positionieren. Über den IKK e.V.: Der IKK e.V. ist die Interessenvertretung von Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die Interessen seiner Mitglieder und deren mehr als 4,5 Millionen Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des Gesundheitswesens zu vertreten. Dem IKK e.V. gehören die BIG direkt gesund, die IKK Brandenburg und Berlin, die IKK classic, die IKK gesund plus, die IKK Niedersachsen, die IKK Nordrhein und die SIGNAL IDUNA IKK an.

(Pressemitteilung IKK e.V.)

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