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02.03.2008

IKK-Direkt und die KVB vereinbaren innovativen Honorarvertrag

Einen innovativen Vertrag für die ambulante ärztliche und psychotherapeutische Versorgung ihrer Versicherten in Bayern haben die IKK-Direkt und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) in Berlin vorgestellt.

Zentraler Bestandteil ist dabei die Vergütung der Leistungen mit Punktwerten im Bereich zwischen 5,11 Cent und 6 Cent.

Damit wird die Systematik der so genannten Kopfpauschalen durchbrochen und durch die Vergütung auf der Basis von Einzelleistungen ersetzt.

Der Vertrag gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2008. Nachdem es sich um eine gesamtvertragliche Regelung handelt, müssen sich in Bayern weder die Versicherten der IKK-Direkt noch die Ärzte und Psychotherapeuten in einen Vertrag einschreiben:

Im Behandlungsfall greifen die neuen Vergütungsregelungen automatisch. Bei der IKK-Direkt legt man großen Wert darauf, dass die Versichertengelder möglichst zielgenau eingesetzt werden. Mit der KVB habe man einen Vertragspartner, der ebenfalls daran interessiert sei, die Qualität der Patientenversorgung ständig weiterzuentwickeln.

Zudem wolle man mit dem jetzt vereinbarten Vertrag auch ein Zeichen setzen, so Ralf Hermes, der Vorstandsvorsitzende der IKK-Direkt:

"Damit zeigen wir allen Beteiligten - den Versicherten, den Ärzten und Psychotherapeuten und auch der Politik -, dass wir

trotz unseres günstigen Beitragssatzes einen hohen und respektablen Beitrag zur Finanzierung der ambulanten Versorgung leisten.

Wir tragen so maßgeblich dazu bei, dass Praxen auch in den derzeitigen Turbulenzen mit kalkulierbaren und Existenz sichernden Einnahmen rechnen können."

Auf Seiten der KVB war man von Anfang an aufgeschlossen für den neuen Weg der Vertragsgestaltung.

Denn das ambitionierte Vorhaben einer Qualitätsoffensive in der ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung lässt sich nur fortsetzen, wenn ein entsprechender finanzieller Spielraum gegeben ist.

Der zunehmende Verfall der Punktwerte und damit auch des Werts der ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen kann laut dem KVB-Vorstandsvorsitzenden Dr. Axel Munte nur durch eine qualitätsorientierte Vergütung gestoppt werden.

Dazu ist der Vertrag mit der IKK-Direkt ein wichtiger Schritt: "Er verschafft dem System zum ersten Mal seit Jahren wieder eine "Insel' der Kalkulierbarkeit.

Wir freuen uns darüber, dass es mit der IKK-Direkt endlich wieder eine Krankenkasse gibt, die den Mut hat, mit Ärzten und Psychotherapeuten eine Vergütung ohne Wenn und Aber zu vereinbaren.

Eine Vergütung "wie im richtigen Leben'", so Munte. Die IKK-Direkt wurde Anfang des Jahres 2003 gegründet. Mit einem Beitragssatz von 12,4 Prozent gehört sie zu den günstigsten bundesweit agierenden Krankenkassen. In Bayern hat sie derzeit rund 65.000 Mitglieder.

Die KVB ist mit über 23.000 Mitgliedern die größte Kassenärztliche Vereinigung im Bundesgebiet. Ihre Mitglieder übernehmen die ambulante ärztliche und psychotherapeutische Versorgung der über 10 Millionen GKV-Versicherten in Bayern.

Pressemitteilung der IKK-Direkt und KVB

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