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09.12.2007

Deutsche Rentenversicherung: Finanzentwicklung in 2007

"Die verbesserte Wirtschaftslage schlägt sich deutlich auch in den Kassen der gesetzlichen Rentenversicherung nieder", so Alexander Gunkel, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, zu Beginn seines Berichtes an die Vertreterversammlung in Berlin zur Finanzsituation der Rentenversicherung.

Finanzentwicklung in 2007

Nach den jüngsten Vorausberechnungen des Schätzerkreises zur Rentenversicherung sei für das Jahr 2007 mit Einnahmen in Höhe von rund 231,5 Milliarden Euro zu rechnen.

Dem stünden voraussichtlich 230,3 Milliarden Euro als Ausgaben gegenüber. Damit ergebe sich für das Jahr 2007 ein haushaltsmäßiger Überschuss von 1,2 Milliarden Euro.

Unterstellt ist dabei ein um Sondereffekte bereinigter Anstieg der Pflichtbeiträge von rund 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis.

Auf der Basis der Vorausberechnung komme man zum Jahresende 2007 auf eine Nachhaltigkeitsrücklage, die mit 11,5 Milliarden Euro um etwa 1,8 Milliarden Euro über dem Wert zum Jahresende 2006 liegt, so Gunkel.

Entwicklung im mittelfristigen Zeitraum

Auf Basis der Annahmen der Bundesregierung zur wirtschaftlichen Entwicklung werde die Nachhaltigkeitsrücklage bis zum Jahr 2011 auf rund 25,8 Milliarden Euro ansteigen.

Nach geltender Rechtslage sei für das Jahr 2011 eine Senkung des bis dahin geltenden Beitragssatzes von 19,9 Prozent auf 19,4 Prozent möglich, so Gunkel. Beitragssatzsenkungen sollten erst vorgenommen werden, wenn die Schwankungsreserve auf die gesetzlich festgelegte Höhe aufgefüllt ist, so Gunkel.

Rentenanpassung 2008

Nach den aktuellen Vorausberechnungen des Schätzerkreises sei 2008 mit einer Rentenanpassung in Höhe von rund einem Prozent zu rechnen.

Allerdings würden die für die Rentenanpassung ausschlaggebenden Werte erst im Frühjahr des kommenden Jahres vorliegen. Gunkel warnte davor, voreilig Erwartungen zu wecken, ohne zu wissen, ob sich diese letztlich auch erfüllen.

Entwicklung im Bereich der Riester-Rente Nach zunächst sehr verhaltenen Beginn habe sich die Inanspruchnahme der Riester-Rente in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt, führte Gunkel aus.

Bis September dieses Jahres seien bereits 9,7 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen worden. Allein im Jahr 2007 habe die ZfA insgesamt rund 1,07 Milliarden Euro an Zulagen ausgezahlt, seit dem Jahr 2003 insgesamt rund 2,18 Milliarden Euro.

Für die Zukunft rechne man mit einem weiteren deutlichen Anstieg, da die Zulagen erst im kommenden Jahr ihre endgültige Höhe erreichen.

Die Entwicklung der Riester-Rente mache deutlich, dass das neue Leitbild der Alterssicherung, die "Lebensstandardsicherung aus mehreren Säulen", inzwischen in erheblichen Teilen der Bevölkerung angekommen sei.

Dies sei auch auf die vielen Aktivitäten der Rentenversicherung in diesem Bereich zurückzuführen. Gunkel wies nochmals auf die Notwendigkeit hin, die Riester-Zulage innerhalb von zwei Jahren zu beantragen, für das Jahr 2005 also spätestens bis zum Ende dieses Jahres.

"Wir können gegenwärtig und auch in der mittelfristigen Sicht von einer durchaus positiven, stabilen Finanzsituation der Rentenversicherung ausgehen", betonte Gunkel zum Abschluss seines Vortrages.

Pressemitteilung Deutsche Rentenversicherung Bund

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