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24.03.2010

Gesundheitsversorgung: BARMER GEK fordert Präventionsoffensive

Die BARMER GEK will Prävention stärker in den Fokus der Gesundheitsversorgung rücken. Zum Auftakt der Gesundheitsinitiative "Deutschland bewegt sich!", die seit 2003 von BARMER GEK, BILD am SONNTAG und ZDF alljährlich initiiert wird, fordert die Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK, Birgit Fischer, eine gemeinsame Kraftanstrengung für gesundheitliche Vorsorge. "Nicht allein im medizinischen Fortschritt stecken die größten Gesundheitsreserven unserer Gesellschaft, sondern in ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung." Es sei höchste Zeit, eine nachhaltige Präventionsstrategie für Deutschland zu entwickeln. Hierfür bräuchten die Krankenkassen die Politik als Partner. "Prävention darf nicht nur Lippenbekenntnis bleiben. Gefragt ist mehr Innovation und weniger Bedenkenträgerei", macht Fischer klar. Sie fordert, Präventionsleistungen zur vierten Säule innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung auszubauen. Dafür brauche es allerdings klare politische Zielvereinbarungen, eine bessere Koordination der Träger und zielgruppengenaue Angebote. Das Verhältnis von kurativen und präventiven Gesundheitsausgaben innerhalb der GKV müsse neu austariert werden. Für eine Präventionsoffensive erscheine der derzeitige Richtwert von 2,86 Euro pro GKV-Versichtertem und Jahr knapp bemessen. Auch müssten sich Bund, Länder und Gemeinden besser vernetzen und mit den Kassen und übrigen Sozialversicherungsträgern auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen. Fischer: "Präventive Insellösungen und Kleinstaaterei machen einer starken Idee den Garaus." Die Chefin der größten deutschen Krankenkasse setzt sich auch für mehr Präventionsforschung und belastbare Evaluationen ein: "Wir brauchen mehr Gewissheit über Kosten-Nutzen-Effekte von präventiven Maßnahmen, also objektive Überprüfbarkeit." Auch der Leiter des Zentrums für olympische Studien der Kölner Sporthochschule, Professor Jürgen Buschmann, plädiert für wissenschaftlich fundierte Präventionsinitiativen. "Fast drei Viertel der heutigen Gesundheitsprobleme sind durch den Lebensstil bedingt. Eine breite und nachhaltige Lebensstiländerung in der Bevölkerung kann nur gelingen, wenn Wissenschaft, Politik und Krankenkassen gemeinsam an umfassenden Lösungen arbeiten. Dabei sollten die verschiedenen Lebensphasen verstärkt Berücksichtigung finden und Schwerpunkte auf Kinder und Jugendliche gelegt werden." "Deutschland bewegt sich!" 2003 bis 2009 in Zahlen - 30 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer - 5 Millionen Besucherinnen und Besucher bei der Städtetour - 76 Prozent Bekanntheit - 90 Prozent Akzeptanz - 25.000 Einzelmaßnahmen innerhalb der Präventionswochen - 600 Aktionstage jährlich rund um die Themen und Ernährung - 120.000 Kooperationspartner Der Startschuss fällt in diesem Jahr am 27. und 28. März mit dem 7. Deutschen Karate-Aktionstag. (Pressemitteilung der Barmer GEK)

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