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04.09.2008

Gebrauchtimmobilien im Aufwind

Weiter wachsende Verkaufszahlen melden die zehn LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) für das erste Halbjahr 2008. Mit 12.700 Objekten wurden 5 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum vermittelt.

In den wichtigsten Bereichen, bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen aus zweiter Hand, machte das Plus sogar 8 Prozent aus. "In diesem Bereich stößt das Angebot vor allem wegen der günstigen Objektpreise auf lebhafte Nachfrage", sagte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm bei der Vorlage der Ergebnisse in Berlin. Der Neubau habe sich dagegen nach den bisher vorliegenden Daten noch nicht von seinem Tiefstand erholt.

Mittlerweile entfallen auf den Kernbereich der LBS-I-Vermittlungen, die Eigenheime und Eigentumswohnungen, mehr als drei Viertel des gesamten Geschäfts. Über 90 Prozent dieser knapp 10.000 Objekte waren im ersten Halbjahr 2008 Gebrauchtimmobilien.

"Kein Wunder, kosten doch Eigentumswohnungen aus zweiter Hand inzwischen bei uns im Schnitt nur noch 42 Prozent der Neubaupreise (88.000 Euro gegenüber 209.000 Euro), gebrauchte Eigenheime 61 Prozent (147.000 Euro statt 240.000 Euro)", so Hamm. Auch wenn häufig Umbau- oder Modernisierungsmaßnahmen anfielen, sei das große preisgünstige Angebot aus dem Bestand ein überzeugendes Kaufargument.

Hinzu komme, dass Gebrauchtobjekte häufig in gewachsener, stadtnaher Umgebung zu finden seien, also Lagevorteile aufwiesen. Das gelte freilich auch für neue Eigentumswohnungen, bei denen die LBS-I-Experten erstmals nach vielen Jahren einen Aufwärtstrend registrieren. Im ersten Halbjahr 2008 betrug der Zuwachs bei den Vermittlungen in diesem Bereich immerhin 7 Prozent.

Dass zugleich die Durchschnittspreise um 5 Prozent höher liegen und erstmals die Marke von 200.000 Euro deutlich überschreiten, ist nach Hamms Worten ein Indiz dafür, dass neues Wohneigentum auf der Etage immer mehr an attraktiven Standorten in den wirtschaftsstarken Regionen entsteht.

Generell zeigen die Daten der Baugenehmigungsstatistik nach LBS-Angaben allerdings noch keinen Aufwärtstrend im Neubau. 88.000 Baugenehmigungen bundesweit im ersten Halbjahr 2008 bedeuten gegenüber dem Vorjahr nur ein minimales Plus von 0,3 Prozent. Insbesondere Bauträger im Eigenheimbereich sind nach LBS-I-Angaben noch nicht wieder wie früher im Markt aktiv.

"Und der Durchschnittspreis von 240.000 Euro für neue Ein- und Zweifamilienhäuser zeigt, wo der Hebel für die Wiederbelebung des Wohnungsbaus angesetzt werden muss: Bei bezahlbaren, familiengerechten Neubauobjekten in stadtnaher Lage", so Hamm. Angesichts der zu erwartenden Nachfrage-Impulse durch die neue Eigenheimrente sei es dringend erforderlich, hier ausreichende Angebote zu schaffen.

Pressemitteilung der Landesbausparkassen

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