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16.03.2009

Frauen: Zahlungsausfallrisiko geringer als bei Männern

Das Zahlungsausfallrisiko bei Frauen ist im europäischen Online-Handel geringer als das bei Männern. Indikator dafür ist die niedrigere Chargeback-Quote, also der Anteil zurückgebuchter Kreditkarten-Transaktionen nach Widerspruch des Karteninhabers.

Demnach liegt die Ausfallquote weiblicher Consumer mit rund 0,10% bei Online-Käufen, die per Kreditkarte beglichen werden, nur etwa halb so hoch wie die männlicher Kunden mit 0,19%. Im Vorjahr noch standen die Zeichen umgekehrt. Das zeigt der Pago Retail-Report 2008, den die Deutsche Card Services, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank, kürzlich vorgelegt hat.

Chargeback-Quote bleibt im Retail auf niedrigem Niveau

Erfreulich bleibt laut Pago Retail-Report 2008 das insgesamt recht niedrige Niveau der Chargeback-Quote im europäischen Online-Handel in Höhe von 0,34%. Eine Eigenheit des Retails im Vergleich zum gesamten E-Commerce, dessen Trends im Pago Report 2008 ausführlich beleuchtet werden, bildet sich heraus beim Blick auf die Chargeback-Gründe.

Jeder fünfte Chargeback, also knapp 20%, entsteht im Retail nach unklaren Transaktionen, im gesamten E-Commerce sind es nur 8,57%. Dabei ließe sich dieser Ablehnungsgrund beispielsweise durch zeitnahe Ausführung der Bestellung und deutliche Angabe des Zahlungsempfängers, also des Online-Händlers, bei der Abbuchung verhindern.

Hier sind vor allem Anbieter digitaler Shops selbst gefordert, zum einen ihre Hausaufgaben zu machen, zum anderen entsprechend durch gezielte Aufklärung Eingabefehler der Kunden zu verhindern.

Einsatz von 3-D Secure senkt Chargeback-Quote

Durch Einsatz von 3-D Secure senken Anbieter im europäischen Retail ihre Chargeback-Quote und damit ihren Karten-Zahlungsausfall auf insgesamt 0,24%. Das heißt, lediglich einer von 400 mit Kreditkarte oder per Maestro beglichenen Käufen platzt.

Mit dieser Technologie können Online-Händler sich vor dem Missbrauch von Kreditkarten und vor falsch angegebenen Kartennummern schützen. 3-D Secure besteht aus der Authentifizierung und der eigentlichen Kreditkartentransaktion.

Bei der Authentifizierung wird die Identität des Karteninhabers anhand seines Passwortes direkt vom Kartenherausgeber zweifelsfrei überprüft, das heißt, potenzielle Betrüger können sich gar nicht erst authentifizieren.

Auch wenn 3-D Secure derzeit noch nicht von allen Banken angeboten wird, so lohnt sich der Einsatz für Händler dennoch. Denn auf diese Weise sind Chargebacks mit der Begründung, eine Transaktion sei nicht veranlasst worden, nicht mehr möglich.

Die Befreiung dieses Risikos gilt auch, wenn ein Händler 3-D Secure nutzen wollte, eine Authentifizierung aber nicht stattfindet, da der Karteninhaber beziehungsweise dessen Bank dies nicht unterstützt. Hier ist allerdings auch zu beachten, dass bei Maestro-Transaktionen eine 3-D-Secure-Pflicht besteht, während der 3-D-Secure-Einsatz bei Kreditkarten bisher nur auf freiwilliger Basis geschieht.

Resteuropäische Kunden mit geringerer Chargeback-Quote als im Vorjahr

Die insgesamt erfreuliche Entwicklung der Chargeback-Quoten zeigt sich besonders deutlich bei Consumern, die der Pago Retail-Report 2008 mit der Herkunft "Rest-Europa" versieht. Damit sind solche europäischen Käufer gemeint, die nicht aus den E-Commerce-Hochburgen Deutschland und Großbritannien stammen.

In Rest-Europa sank die im Vorjahr noch vergleichsweise hohe Chargeback-Quote von 1,03% auf positive 0,19%. Bei deutschen Kunden freuen sich Online-Händler über die niedrigste Chargeback-Quote in Höhe von lediglich 0,08%.

Pressemitteilung von Deutsche Card Services

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