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03.12.2002

Fonds ohne Ausgabeaufschlag aber mit Risiken

Herkömmliche Fonds berechnen dem Anleger einen Ausgabeaufschlag zwischen drei und fünf Prozent. Hinzu kommen Verwaltungsgebühren, die in regelmäßigen Abständen fällig werden. Dafür versprechen die meisten Finanzinstitute, dass sie das angelegte Geld weit streuen und sich Profis so gut wie möglich um die Anlage kümmern. Eine Alternative dazu können börsennotierte Fonds, so genannte Exchange Traded Funds (ETF) sein.

Seit April 2000 besteht für Anleger die Möglichkeit, Fondsanteile direkt an der Frankfurter Börse zu erwerben. Bei diesen ETF werden zwei verschiedene Anlageformen unterschieden. Die Indexfonds kaufen sich in fast alle Titel eines Aktienindexes ein, z.B. den DAX oder den europäischen Euro Stoxx 50. Dies kann sich lohnen, wenn die Aktienindizes steigen. Die zweite Fondsform dieser ETFs sind aktiv gemanagte Fonds. Bei diesen probieren Fondsmanager mit einigen Titeln besser abzuschneiden als der Durchschnitt der Aktien. Diese Form kann höhere Gewinne, aber auch höhere Verluste mit sich bringen.



Bei den ETF werden anstatt eines Ausgabeaufschlags Handelsprovisionen fällig. Diese sind vergleichbar mit den Gebühren bei Aktienkäufen und -verkäufen. Verwaltungsgebühren sind mit 0,5 Prozent relativ günstig. Es besteht, wie bei Aktiengeschäften die Option, den Auftrag zu geben, nur bei einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man Fondsanteile sehr schnell, bis zu mehrmals täglich einkaufen und los werden kann. Nachteilig ist, dass es sich nicht lohnt monatlich kleinere Beträge anzulegen. Hier empfiehlt sich ein Fondssparplan. Die börsennotierten Fonds eignen sich auch nicht für Anleger mit wenig Erfahrung oder geringen finanziellen Rückhalten. Wer kein Risiko eingehen will, sollte lieber festverzinsliche Anlagen, etwa Tages- oder Festgelder, wählen.

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