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21.11.2008

Finanzkrise: Wie sicher ist eine Lebensversicherung?

Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise sind allgegenwärtig. Die Bundesbürger fragen nach der Sicherheit ihres Geldes - nicht nur bei ihrer Bank wegen der Kapital- und Sparanlagen, sondern auch bei ihren Versicherern wegen ihrer Lebens- und Rentenversicherungen.

Denn hier hat sich ein Vermögen von rund 700 Milliarden Euro angehäuft. Was also passiert, wenn einem Versicherungsunternehmen die Luft ausgeht?

Gute sechs Jahre ist das her. Damals musste die Mannheimer Versicherung ihre Geschäfte einstellen. Die Versicherungsverträge wurden von der Protektor AG übernommen, dem Sicherungsfonds der deutschen Lebensversicherer.

Diesem Sicherungsfonds gehören jene Unternehmen und Niederlassungen verpflichtend an, die in der Bundesrepublik Deutschland das Lebensversicherungsgeschäft betreiben.

Auch Pensionskassen, die ein vergleichbares Geschäft aufweisen, können Mitglied werden. Der Sicherungsfonds verzinst das Kapital mit dem im Vertrag festgelegten Garantiezins weiter.

Nach der Verordnung über die Anlage des gebundenen Vermögens von Versicherungsunternehmen (Anlagenverordnung) dürfen diese maximal 35 Prozent in Aktien und Fonds investieren. Der Branchendurchschnitt liegt zurzeit unter 10 Prozent (im Vergleich: 2002 waren es in etwa 15 Prozent).

Nur der Branchenprimus, die Allianz Lebensversicherungs AG, hatte im Sommer 2008 noch rund 15 Prozent des Kapitals in Aktien investiert. Der Großteil des angelegten Geldes befindet sich aber in Anlagen wie Bundesanleihen, Pfandbriefen oder Immobilien.

Aufgrund der Ereignisse an den Finanzmärkten wird noch stärker in sichere Anlagen investiert. Das bedeutet, dass deren Kurse steigen und der Käufer mehr zahlen muss. Bezogen auf das investierte Kapital wird dadurch die Rendite geschmälert.

Die Umlaufrendite der Bundesanleihen fiel von 4,78 Prozent im Juni auf 4,26 Prozent. Durch weitere zu erwartende Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank wird die Rendite wohl noch weiter sinken. Langfristig kann es sein, dass die Umlaufrendite nur noch zwischen 2,5 und 3,5 Prozent liegen wird.

Das wird sich dann in der Überschussbeteiligung der Versicherungskunden widerspiegeln. Die Gewinnbeteiligung der vergangenen Jahre bleibt davon unberührt.

Eine Lebens- oder Rentenversicherung ist also grundsätzlich eine sichere Anlage. Zum einen besteht mit der Protektor AG ein verlässlicher Sicherungsfonds aller Lebensversicherer, zum anderen wird eine Rendite zu einem Garantiezins vertraglich festgelegt und würde durch den Sicherungsfonds übernommen werden.

Die Sicherheit der Lebensversicherung geht aber besonders in schlechten Zeiten zulasten ihrer Rendite. Der Allfinanzdienstleister Dr. Klein weist außerdem darauf hin, dass die Versicherer in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss einen großen Teil der Beiträge für Verwaltungs- und Provisionskosten verwenden.

Wer also vor wenigen Jahren eine Versicherung abgeschlossen hat, sollte diese jetzt nicht kündigen. Er würde häufig weniger ausbezahlt bekommen als er eingezahlt hat. Lebens- und Rentenversicherungen sind langfristige Kapital- und Sparanlagen.

Pressemitteilung des Dr. Klein Allfinanz-Service

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