In diesem Jahr haben die Deutschen soviel gespart wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) veröffentlichte am Montag eine Studie zum Sparverhalten. Insgesamt lägen auf deutschen Konten Vermögenswerte in Höhe von 158 Milliarden Euro. Damit stieg die Sparquote, von 9,8 Prozent im Jahr 2000 auf nun 10,2 Prozent.
Die BVR nannte als Grund für das erhöhte Sparverhalten ein schwindendes Konsumentenvertrauen bedingt durch die Konjunkturschwäche. Ein weiterer Grund sei die Diskussion über die private Altersvorsorge.
Laut BVR liegt das durchschnittliche Geldvermögen in einem deutschen Haushalt bei 95.100 Euro. Es werde im nächsten Jahr aber eher stagnieren, bzw. leicht zurück gehen.
Besonders beliebt sei das "Versicherungssparen" gewesen. Mehr als jeder zweite Euro sei bei Versicherungen angelegt. Stark rückläufig habe sich demgegenüber der Aktienbesitz entwickelt, im Jahr 2001 seien die Bestände um 28,7 Milliarden Euro abgebaut worden.
Die Financial Times Deutschland sieht ebenfalls Geld aus dem Aktienmarkt fliesen. Sie rät ihren Lesern zu Euro-Anleihen. Mit der richtigen Streuung sei eine Durchschnittsrendite von 5 Prozent in fünf Jahren möglich. Wem Anleihen immer noch zu riskant sind, bieten sich risikolose Sparformen wie Tages- oder Termingeldkonten an, bei denen immerhin noch Zinsen bis zu 4,0 % p.a. bezahlt werden.
| # | Anbieter | Produkt | Zinssatz |
|---|---|---|---|
| 1 | MoneYou | Festgeld | 2,95% |
| 2 | VTB Direktbank | Festgeld / jährliche Zinszahlung | 2,80% |
| 3 | AutoBank | Festgeld | 2,77% |
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