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04.09.2008

Entfernungspauschale - Bund der Steuerzahler fordert die Rückkehr zur alten Rechtslage

Im Streit um die Wiedereinführung der Entfernungspauschale fordert der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke, die Politik auf, die Argumentation des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Kenntnis zu nehmen.

In einer Entscheidung vom Januar 2008 haben die Richter des BFH festgestellt, dass es sich bei den Fahrtkosten von der Wohnung zur Arbeitsstätte ganz klar um Werbungskosten handelt und nicht um eine Subvention! Wenn der Berufstätige nicht zur Arbeit gelangt, so verdient er auch nichts, stellten die Richter klar.

Diese Aufwendungen sind daher notwendig, um überhaupt Einkommen zu erzielen. Folgerichtig müssen die Aufwendungen auch steuermindernd berücksichtigt werden - und zwar ab dem ersten Entfernungskilometer.

Dr. Karl Heinz Däke: "Wenn Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Ministerpräsident Roland Koch vor diesem Hintergrund immer wieder behaupten, die Entfernungspauschale sei eine Subvention, dann geschieht das aus politischem Kalkül. Anscheinend glauben sie, dass die Steuerzahler die Abschaffung der Entfernungspauschale so eher hinnehmen werden. Dieser Glaube hat sich aber schon als falsch erwiesen."

Mit einem Musterprozess hat der Bund der Steuerzahler erreicht, dass sich das Bundesverfassungsgericht mit der Rechtslage beschäftigt. Die obersten deutschen Richter werden noch in diesem Jahr entscheiden, ob die Abschaffung verfassungskonform war. Der Bund der Steuerzahler fordert die Politik auf, nicht abzuwarten und sofort die Entfernungspauschale wieder einzuführen. Damit würde endlich Rechtssicherheit herrschen und die Steuerzahler würden das erhalten, was ihnen zusteht.

"Es ist schon abenteuerlich, wie Steinbrück und Koch argumentieren. Vor dem Hintergrund der umfangreichsten Steuererhöhungen in Deutschland und den steigenden Energiepreisen nimmt der Staat im laufenden Jahr 66 Milliarden Euro mehr Steuern ein als im Jahr 2006.

Nachdem die Große Koalition den Bürgern kräftig in die Tasche gegriffen hat, muss nun etwas zurückgegeben werden. Die Wiedereinführung der Entfernungspauschale wäre zudem auch ein Beitrag, um die Bürger von den hohen Energiekosten zu entlasten", argumentiert Däke.

Zudem kritisiert der Bund der Steuerzahler die Äußerungen der beiden Politiker zu den Gestaltungsspielräumen der Politik. Steinbrück und Koch sehen diese als sehr begrenzt an, wenn die Abschaffung der Entfernungspauschale durch das Bundesverfassungsgericht kassiert wird.

"Reformen, insbesondere im Steuerrecht, sind in Deutschland mehr als notwendig - allerdings die richtigen! Die Politik darf diese Reformen nicht gegen die Verfassung und schon gar nicht gegen die Bürger machen", resümiert der Präsident des Bund der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke.

Pressemitteilung Bund der Steuerzahler

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