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27.12.2007

Die Hausfassade: Wüstenrot gibt Tipps zum Einbau von Fassadensystemen

Die Fassade eines Hauses muss im Winter den Wärmeabfluss vermindern und im Sommer vor Hitze schützen. Moderne Fassadensysteme vereinen Schutz und optische Gestaltung.

Über die bauphysikalischen Bedingungen informiert die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter des Stuttgarter Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische.

Bei einer bauphysikalisch sauber gearbeiteten Fassade können sich auf der Innenseite der Wohnräume, insbesondere in den Raumecken, keine feuchte Stellen durch Tauwasser bilden.

Wärmebrücken, oft am hohen Heizverlust erkennbar, sind bei einer modernen Systemfassade so gut wie ausgeschlossen.

Thermohaut oder Hinterlüftung

Das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS), auch als Thermohaut bezeichnet, bietet sich für massive Außenmauern an.

Hier beträgt der Anteil eines WDVS am Wärmeschutz der gesamten Wand je nach Dämmstoffdicke zwischen 85 und 95 Prozent.

Beim WDVS werden auf das Mauerwerk verschiedene Dämmmaterialien in drei Schichten aufgebracht und miteinander verbunden.

Auf einer Dämmschicht aus Polystyrol-, Mineralfaser- oder Korkplatte wird eine Schicht aus Glasgewebe, die sogenannte Armierung, aufgetragen.

Die abschließende Oberfläche kann dann mit unterschiedlichen Spezialputzen individuell gestaltet werden. Diese Konstruktionen gibt es bereits seit 30 Jahren und die Hersteller gewähren zum Teil zehn Jahre Garantie.

Bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) befindet sich zwischen der tragenden Wand mit Dämmstoffschicht und der aus den Verkleidungselementen gebildeten Wetterschicht, der Schale, ein Lüftungsraum.

Dieser ist durch Öffnungen am unteren und oberen Rand mit der Außenluft verbunden. Insbesondere bei Sonnenstrahlung oder Wind entweicht vorhandene Feuchtigkeit im Zwischenraum oder an den Wandoberflächen: die Fassade wird hinterlüftet.

Beim WDVS werden komplette Fassadendämmsysteme angeboten, bestehend aus der Dämmschicht oder Mineralwoll-Platten und einem Putzsortiment als Witterungsschutz.

Bei der vorgehängten Fassade werden hingegen die einzelnen Werkschichten in Handarbeit aufgebracht.

Schöner Schutz

Zum einen schützen Außenanstriche oder -beschichtungen das Haus gegen Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Verschmutzung und mechanische Einflüsse. Zum anderen dienen sie der optischen Gestaltung.

Durchgefärbte Putze machen einen zusätzlichen Anstrich in der Wunschfarbe überflüssig.

Wählt der Hausbesitzer einen Wärmedämmputz, schützt und schmückt er sein Haus gleichzeitig.

Dieser besteht aus mineralischem Putz, dem ein körniger Dämmstoff aus Perliten, Korkgranulat oder Polystyrolkügelchen beigemischt ist.

Zementputz sollte vorzugsweise im Sockelbereich der Außenwand eingesetzt werden, da er besonders frost- und tauwasserbeständig ist.

Wärme durch Sonnenlicht

Ein transparentes Wärmedämm-Verbundsystem (TWD) wandelt Sonnenlicht in Wärme. Es dämmt die Fassade und leitet dennoch die Sonneneinstrahlung auf die tragende Wand.

Für diese Konstruktion werden durchscheinende, transluzente Dämmstoffe eingesetzt. Sie arbeiten selektiv, so ist im Winter der Wirkungsgrad am höchsten und im Sommer am geringsten.

Wissenschaftler der Fraunhofer-Institute für Silicatforschung (ISC) und für Solare Energiesysteme (ISE) haben eine neue Wandfarbe entwickelt, die bis zu zehn Prozent Heizenergie einsparen und Fassaden vor Verschmutzung schützen soll.

Besondere Farbpigmente verhindern, dass die Wände zu rasch auskühlen und sich feuchte Luft als Kondenswasser niederschlägt.

So bieten die Fassaden selbst in den nassen und kälteren Monaten keinen Nährboden für Algen und Schimmelpilze.

Tipps von Wüstenrot zum Einbau von Fassadensystemen

o?In einem Haus mit gut gedämmtem Außenmauerwerk sind die Temperaturunterschiede zwischen Innenraumluft und Wandoberflächen sehr gering. Effekt: Deutlich geringere Luftzirkulation, wärmere Wände und damit größere Behaglichkeit.

o?Wertzuwachs des Hauses: Sicherung der Bausubstanz und Energieersparnis über Generationen.

o?Wohnfläche verringert sich nicht im Gegensatz zur Innendämmung.

o?Das Raumklima verbessert sich mit dem Ergebnis, dass es im Sommer kühler, im Winter wärmer ist.

o?Mögliche Ausblühungen an der Putzoberfläche stellen eine ausschließlich optische Beeinträchtigung dar. Ein Anstrich mit auf den Ton des Edelputzes abgestimmter Ausgleichsfarbe genügt.

Pressemitteilung der Wüstenrot Bausparkasse AG

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