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29.09.2009

CosmosDirekt rät von vorschneller Kündigung von Lebensversicherungen ab

Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeit müssen viele Menschen bei ihren monatlichen Ausgaben sparen. Die Kündigung einer Lebens- oder Rentenversicherung ist jedoch in den meisten Fällen ein Minusgeschäft für den Versicherten. Wird der Vertrag aufgegeben, entfällt der Versicherungsschutz, der die Angehörigen im Todesfall absichern oder die eigene Rente aufstocken sollte. Wer in eine finanzielle Notlage gerät, dem stehen andere Optionen offen. Wichtig ist es, gemeinsam mit seiner Versicherung nach einer Alternative zu suchen, die auf die jeweilige finanzielle Situation zugeschnitten ist.

Es gibt drei Möglichkeiten, die laufenden Belastungen zu reduzieren, ohne den Versicherungsschutz aufzugeben:

Alternative 1: den Beitrag reduzieren Der Versicherungsnehmer und die Assekuranz einigen sich auf niedrigere Beiträge. Gerade vorübergehende Engpässe können auf diese Weise überbrückt werden, ohne dass gleich der Versicherungsvertrag aufgegeben wird. Bei einer Lebensversicherung mit Risikoschutz bedeutet das, dass die für viele Familien besonders wichtige Leistung im Todesfall erhalten bleibt. Auf diese Weise wird zwar an den Beiträgen gespart, aber nicht auf die Absicherung der Angehörigen verzichtet. Zu beachten ist jedoch, dass mit den Beiträgen auch die Versicherungssumme sinkt.

Gut zu wissen: Um den ursprünglichen Schutz wieder herzustellen, können Versicherte die eingesparte Summe innerhalb einer bestimmten Frist nachzahlen, wenn sich die persönliche Finanzlage wieder entspannt. In der Regel ist jedoch bei der Lebensversicherung eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich.

Alternative 2: die Police beitragsfrei stellen Wer seine Haushaltskasse um größere Summen entlasten muss, kann sich vom Beitrag komplett freistellen lassen. Der Vorteil: Das angesparte Guthaben bleibt erhalten und wird auch weiter verzinst. Bei einer Kapital-Lebensversicherung besteht der Todesfallschutz trotz Beitragsfreiheit weiter ? das ist wichtig für alle, die ihre Angehörigen trotz Einsparungen weiterhin absichern möchten. Allerdings muss man mit einer eingeschränkten Leistung im Todesfall oder bei Vertragsende rechnen. Wie hoch die Einschränkung ist, hängt davon ab, wieviel der Versicherungsnehmer bereits in den Vertrag einbezahlt hat. Unter Umständen ist es sinnvoll, den verminderten Todesfallschutz über eine preisgünstige Risiko-Lebensversicherung abzusichern.

Gut zu wissen: Wenn sich die finanzielle Lage wieder bessert, kann der Versicherungsnehmer seine Beitragszahlungen innerhalb einer bestimmten Frist wieder aufnehmen. Beim Wiedereinstieg in Lebensversicherungen ist jedoch eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig.

Alternative 3: die Versicherung beleihen Wer kurzfristig eine größere Summe Geld benötigt, gleichzeitig aber auch seinen Versicherungsschutz erhalten möchte, kann seine Lebens- oder Rentenversicherung beleihen. Das Darlehen entspricht in etwa der Höhe des so genannten Rückkaufswerts ? also der Summe, die man im Falle einer Kündigung bekommen würde. Die Konditionen sind meist günstiger als bei einem Bankkredit und es sind keine Sicherheiten erforderlich. Allerdings müssen Versicherte auch bei einem Policendarlehen Zinsen bezahlen. Die Höhe sollte vorher bei der Versicherung erfragt werden.

Gut zu wissen: Ist das Darlehen bei Ablauf des Vertrages oder im Todesfall noch nicht getilgt, wird der ausstehende Betrag verrechnet, die Auszahlung fällt dann geringer aus.

Fallbeispiel: Ein 42-jähriger Familienvater zahlt seit sechs Jahren in seine Kapital-Lebensversicherung ein, die bis zum 65. Lebensjahr läuft. Unerwartet setzt ihn seine Firma auf Kurzarbeit. Die 100 Euro monatlich für seine Police belasten die Familienfinanzen, er möchte daher seine Fixkosten reduzieren.

Der Expertenrat: Um zu sparen, kann der Versicherte seine Beiträge verringern und ab sofort nur noch 50 Euro monatlich einzahlen. Im Todesfall sinkt sein Schutz zwar von 44.000 Euro auf 27.500 Euro ? genauso wie die Versicherungssumme nach Beendigung des Vertrages. Im Vergleich zur Kündigung bringt die Reduzierung der Beiträge jedoch folgende Vorteile: Für das Alter ist vorgesorgt und seine Kinder sind weiterhin im Todesfall abgesichert. Die Beiträge und die Versicherungssumme kann er ohne Probleme erhöhen, wenn es in seinem Betrieb wieder aufwärts geht.

Generell gilt: Trennung von Risikoschutz und Sparvorgang Verbraucher sollten sich gründlich informieren, bevor sie sich für einen so radikalen Schritt wie die Kündigung entscheiden. Am besten ist es, bereits beim Abschluss einer Police darauf zu achten, den Sparvorgang und den Risikoschutz voneinander zu trennen. Wer in eine finanziell schwierige Situation gerät, kann die Beiträge verringern oder aussetzen, ohne dass der Risikoschutz eingeschränkt wird oder sogar verloren geht.

(Pressemitteilung der CosmosDirekt)

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