Startseite > Festgeld > Tipps > Bundestagswahl 2009: Was versprechen die Parteien den Privatanlegern?
Startseite > Depotkonten > Tipps > Bundestagswahl 2009: Was versprechen die Parteien den Privatanlegern?
17.09.2009

Bundestagswahl 2009: Was versprechen die Parteien den Privatanlegern?

Neue Regeln für Rating-Agenturen

CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne sehen eine Ursache für die Finanzkrise in den Fehlbewertungen durch Rating-Agenturen. Diese haben hochriskante Geldanlagen teilweise mit Bestnoten bewertet. Viele Privatanleger haben daraufhin mit sicher geglaubten Kapitalanlagen viel Geld verloren.

Bisher konnte von Neutralität und Transparenz der Agenturen keine Rede sein, da die bewerteten Unternehmen zum Teil gleichzeitig Beratungskunden der Agenturen waren und diese somit bezahlten. Um Interessenskonflikte in Zukunft zu vermeiden ist eine wesentliche Forderung in den Wahlprogrammen von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen die strikte Trennung von Bewertung und Beratungsgeschäft.

Die Sozialdemokraten wollen weg von der Dominanz amerikanischer Rating-Agenturen und hin zu einer europäischen Lösung. Die Gründung einer europäischen Rating-Agentur unterstützen CDU/CSU, die FDP will dies zumindest prüfen. Auch die Grünen fordern klare Regeln für die Bewertungspraxis von Rating-Agenturen.

Für Die Linke gehen die Vorschläge der anderen Parteien grundsätzlich nicht weit genug. Die Partei sieht die Ursache allen Übels im globalen Kapitalismus, der "die Finanzmärkte in den Abgrund und die Volkswirtschaften vieler Länder in eine tiefe Rezession gestürzt" habe.

Privatanleger besser schützen

Die Linke

Privatanleger sollen bei Banken wieder sicher sein können, ihre Ersparnisse risikolos anzulegen. Hochriskante Produkte wie zum Beispiel Hedge Fonds will Die Linke gänzlich verbieten, ebenso wie spekulative Geschäfte mit Nahrungsmitteln.

Die Linke ist für die Einführung einer Börsenumsatzsteuer. Statt der Abgeltungssteuer sollen Gewinne aus Veräußerungsgeschäften, unabhängig von der Haltedauer, mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

SPD

Gemeinsam mit der Union haben die Sozialdemokraten bereits erste Schritte für den besseren Schutz von Anlegern unternommen, so zum Beispiel die Garantie auf Spareinlagen.

"Investieren statt spekulieren" ist ein Prinzip der SPD, die kurzfristige Spekulationen durch die Einführung einer Börsenumsatzsteuer einzudämmen. Aktieninhaber erhalten erst nach einer Haltedauer von einem Jahr das volle Stimmrecht.

Privatanleger sollen Anlageprodukte mit Hilfe eines Gütesiegels besser beurteilen können. Dafür soll eigens ein "Finanzprodukte-TÜV" eingerichtet werden.

FDP

Die aktuellen Steuersätze auf Kapitalerträge sind den Liberalen zu hoch. Private Veräußerungsgeschäfte sollen demnach nicht mehr in die Abgeltungssteuer einbezogen werden. Stattdessen will die liberale Partei wieder eine Spekulationsfrist einführen und nur Gewinne versteuern, die innerhalb dieser Frist zustande kamen. Andere Gewinne sollen steuerfrei sein.

CDU/CSU

Privatanleger sollen sicher sein, dass Anbieter sämtlicher Finanzprodukte der staatlichen Finanzaufsicht unterstehen. Die Anlageprodukte selbst sollen transparenter werden, damit Kunden vor allem sämtliche Kosten und Risiken erkennen können. Dabei helfen sollen eindeutige Kennzeichnungen mit Produktinformationen.

Bündnis90/Die Grünen

Die Grünen sind für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit bei Finanzprodukten. Beim Verkauf von Geldanlageprodukten müssen Bankberater auf die ökologische Dimension der Produkte hinweisen. Die Kennzeichnung "Nachhaltige Geldanlage" sollen demnach nur Finanzprodukte erhalten, die bestimmte Mindestkriterien erfüllen.

Als Vorreiter nachhaltiger Investments wollen die Grünen den Staat, die Kommunen und öffentlich-rechtliche Banken in Verantwortung nehmen.

Tipp: Hier können Sie kostenlos ein Anlageprotokoll herunterladen, um im Zweifelsfall eine falsche Anlageberatung nachzuweisen.

Bundestagswahl 2009 - Spezial - Lesen Sie auch:

Empfehlung - Festgeld

# Anbieter Produkt Zinssatz
1 SWK-Bank SWK Festgeld 2,25%
2 Mercedes-Benz Festzinskonto 2,10%
3 Credit Europe Top Festgeld 2,00%

Festgeld vergleichen!

Die Einlagensicherung deutscher Finanzinstitute

Kunden, die ihr Geld bei einer Bank anlegen, sollten sich unbedingt im Vorfeld über die Höhe der Einlagensicherung informieren. Wie wichtig dies ist, hat der Fall der noa bank ... weiter

Neues Tagesgeldkonto: GE Capital Direkt startet mit 2,25 Prozent

Neues Tagesgeldkonto: GE Capital Direkt startet mit 2,25 Prozent Seit Monaten müssen sich Anleger mit niedrigen Zinsen für ihr Tagesgeldkonto abfinden. Der Tagesgeld-Index von forium.de, der die Zinssätze von über 170 Tagesgeldkonten auswertet, ... weiter

Produkttests

Test: Die Kreditkarte der Volkswagen Bank
Eine Kreditkarte mit Rabatt, Bonus und Guthabenzins? Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal. Aber warum nicht? Die Kreditkarte der Volkswagen Bank bietet ihren Kunden dieses und noch mehr. Wir haben die Visa Card der VW Bank für Sie getestet. Ob dieses Angebot hält, was es verspricht, lesen Sie in unserem Produkttest. mehr...

Test: Der Onlinekredit der TARGOBANK
Die TARGOBANK hat das Zinsmodell für ihren Onlinekredit umgestellt. Statt den Kreditzins von der Bonität des Antragsstellers abhängig zu machen, werden nun bonitätsunabhängige Konditionen angeboten. Dieser Festzins ist unabhängig von der gewünschten Kredithöhe. Ob sich das neue Angebot der TARGOBANK lohnt, erfahren Sie in unserem Produkttest. mehr...

Test: Das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland
Die Bank of Scotland bietet Sparern aktuell 2,2 Prozent Zinsen und ein so genanntes Garantiepaket für ihr Tagesgeldkonto. Wer schnell abschließt, kann auch noch ein Startguthaben kassieren. Was steckt hinter diesem Produkt der Bank of Scotland? Wir haben das Konto für Sie getestet. mehr...

Test: Das Tagesgeldkonto GE Capital Direkt
Mitte Juli 2010 startete das neue Tagesgeldkonto GE Capital Direkt. Es ist das einzige Produkt der GE Capital Bank für Privatkunden. Was hinter dem neuen Online-Tagesgeldkonto steckt, erfahren Sie in unserem Test. mehr...

Test: Visa Direkt Card der ING DiBa mit Sofortbonus
Eine Visa Karte, die nichts kostet? Und der Kunde bekommt noch Geld zurück, wenn er mit der Karte einkauft? Das ist doch eine gute Sache. Wir haben uns die Visa Direkt Card der ING DiBa einmal genauer angesehen. Mehr dazu in diesem Produkttest. mehr...

Finanz-Newsletter

Melden Sie sich für den Gratis-Newsletter von forium an!

Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und bin damit einverstanden.

Ihr Abonnement können Sie entweder auf der Abmeldeseite oder in jedem Newsletter mit einem Klick beenden.