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24.02.2010

BHW beleuchtet die aktuelle Erbengeneration

Hans-Joachim Gasda, Vorstandsvorsitzender der BHW Bausparkasse und selbst Jahrgang 1949, erklärt warum

Die Generation Erben profitiert vom Wirtschaftwunder Wenn wir von der "Generation Erben" sprechen, meinen wir vor allem die heute 50- bis 65-Jährigen. Denn sie profitieren von der Aufbauarbeit ihrer Eltern und Großeltern. Zwei Weltkriege, Inflation und Vertreibung haben die Generation der Trümmerfrauen und Kriegsheimkehrer stark belastet, dennoch hat sie das sprichwörtliche Wirtschaftswunder vollbracht. In den letzten 60 Jahren gelang es Menschen mit kleinen oder mittleren Einkommen, beeindruckende Vermögenswerte aufzubauen - die Sparquote in Deutschland stieg von 3,2 Prozent (1950) auf 11,2 Prozent (2009).

Neue Herausforderungen Dennoch wurde es lange versäumt, sich rechtzeitig auf eine demografische Entwicklung einzustellen. Das stellt unsere Gesellschaft heute vor große Probleme. Die Geburtenrate sinkt kontinuierlich, die Lebenserwartung steigt - und in der Folge auch die Kosten für Gesundheit und Pflege. Gleichzeitig stellt die Globalisierung die Wirtschafts- und Sozialsysteme vor neue Herausforderungen. Das bekommen die Erben jetzt zu spüren.

Eine Immobilie wird in der Regel nicht besteuert Die "Riester-Rente" fördert daher einen ganz wesentlichen Schritt: die Eigeninitiative der Deutschen zum Aufbau einer sicheren privaten Altersvorsorge. Mit der Einbeziehung der selbst genutzten Immobilie hat die Riester-Förderung an Attraktivität gewonnen. Und nach neuem Recht können enge Verwandte das Eigenheim steuerfrei erben, wenn sie dieses selbst als Hauptwohnsitz nutzen.

Höhere Lebenserwartung und Pflegekosten schmälern das Erbe Die potenziellen Erblasser fragen sich zu Recht, ob und wie viel sie vererben können. In einer aktuellen Emnid-Umfrage der BHW Bausparkasse geben 41 Prozent der über 60-Jährigen an, dass sie wegen der hohen Kosten für ihre Altersvorsorge kein Erbe hinterlassen werden. Außerdem ist Deutschland kein Land der Immobilienbesitzer. Weniger als die Hälfte der Bundesbürger besitzt - im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarn - ein Haus oder eine Wohnung. Die Zahl der Immobilienerben ist dementsprechend gering.

Erben schätzen ihre Chancen realistisch ein Es ist gut, dass die meisten Deutschen ihre Chancen auf eine Erbschaft realistisch einschätzen. Laut der BHW-Umfrage rechnen nur 29 Prozent der Bundesbürger überhaupt damit zu erben, in der Erben-Generation sind es sogar nur 22 Prozent. In Zukunft gilt es daher, auf Realitäten und Eigeninitiative zu bauen statt auf vage Wunschvorstellungen. Wer das berücksichtigt, hat den wesentlichen Schritt zur Altersvorsorge bereits getan.

(Pressemitteilung BHW)

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