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18.08.2000

Beitragssenkung

Der Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen ist um eine Facette reicher: Mit einem völlig neuartigen Ansatz und einem außergewöhnlich niedrigen Beitragssatz wirbt nun eine der bislang kleinsten Krankenkassen in Deutschland um neue Mitglieder:

Die BKK FTE aus Ebern in Bayern wird ihren Beitragssatz zum 1. Januar auf 11,7 Prozent senken - und die Versicherten, zunächst in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen - ausschließlich per Internet und Telefon betreuen.

Der Name FTE, übernommen vom bisherigen Trägerunternehmen, dem bayerischen Automobilzulieferer FTE, wird dementsprechend neu gefüllt: FTE steht nun für Fortschritt, Technologie und Effizienz. Fast jeder redet von den kaum abschätzbaren Möglichkeiten des Internets, doch wenn es um die gesetzliche Krankenversicherung geht, stößt die Fortschrittsbereitschaft an starre Grenzen:

Der Begriff "virtuelle Kassen" wurde im letzten Jahr von den großen Krankenkassen als Kampfbegriff gegen preisgünstige BKK eingeführt. Gemeint waren damit BKK, die als Direktkassen arbeiten und weitgehend auf eigene Geschäftsstellennetze verzichten.

Mit der BKK FTE greift jetzt erstmals eine BKK den Begriff offensiv auf: "Es ist offensichtlich, dass es seitens der Versicherten einen Bedarf für unser Angebot gibt. Die Kombination von denkbar günstigen Beitragssätzen mit einem technologisch fortschrittlichen Serviceangebot stößt schon länger bei Bank- und Versicherungskunden auf großes Interesse. Der Erfolg zahlreicher kleinerer BKK während der letzten Jahre hat gezeigt, dass dies auch für die Krankenversicherung gilt", erläutert BKK Vorstand Götz Emrich den Hintergrund für die Offensive der BKK FTE.

"Für uns war es deshalb nur konsequent, auf diesen Bedarf mit einem maßgeschneiderten Angebot zu regieren. Wir sprechen gezielt die Versichertengruppen an, für die Internet und Telefon in allen Lebensbereichen die Kommunikationsmittel der Wahl sind." Dem zu erwartenden Vorwurf, die virtuelle BKK betreibe mit ihrer Strategie "Risikoselektion", spreche also vor allem junge, gesunde und gutverdienende Versicherte an, bietet die BKK FTE für Götz Emrich angesichts der wachsenden Verbreitung des Internets keine Grundlage.

"In Deutschland gibt es schon heute über 16 Millionen Internetanschlüsse, ganze Konzerne statten ihre Mitarbeiter mit internetfähigen PC aus, und überall gibt es mittlerweile Internetkurse auch für die älteren Generationen."

Wer Telefon oder das Internet einigermaßen beherrsche, könne Mitglied bei der BKK FTE werden, wenn er in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen wohnt - unabhängig von Alter, Einkommen oder Gesundheitszustand. Möglich wurde der Aufbau der "virtuellen BKK" durch die bisherige Marktstellung der BKK FTE:

Gegründet 1999 für die Mitarbeiter des Automobilzulieferers, betreute sie bislang als klassische Betriebskrankenkasse einen klar definierten Versichertenkreis und gehört mit 1 758 Mitgliedern zu den kleinsten Anbietern im Land. Mit der Eröffnung der virtuellen BKK sind nun die Zeichen auf Wachstum gesetzt - und auf noch günstigere Beiträge:

"Anders als die meisten Kassen können wir unsere Personal- und Servicepolitik so von Beginn an auf das neue Medium ausrichten. Das garantiert effiziente Abläufe, niedrige Verwaltungskosten - und dadurch letztlich langfristig besonders günstige Beiträge," erläutert Götz Emrich.

Tatsächlich wird die BKK ihren allgemeinen Beitragssatz schon zum 01.01.2001 auf 11,7 Prozent absenken - eine höchst attraktive Alternative für alle GKV-Mitglieder aus Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen, die ihre bisherige Kasse zum 30. September kündigen, um zu einem neuen und preisgünstigen Anbieter zu wechseln: Im Vergleich zu den großen Krankenkassen sparen FTE Mitglieder mit einem Bruttoeinkommen von über 6 500 DM pro Monat bis zu 1 000 DM pro Jahr - und um den gleichen Betrag werden deren Arbeitgeber entlastet.

Dabei erhalten FTE-Mitglieder und ihre kostenlos mitversicherten Familienangehörigen nicht nur das komplette Pflicht-Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung, als eine von noch wenigen Krankenkassen hat die BKK auch ein "institutionalisiertes ärztliches Zweitmeinungsverfahren" im Angebot - Versicherte, die bei Diagnose oder Therapien auf Nummer sicher gehen wollen, bekommen durch die BKK einen medizinischen Experten für "ihren Fall" vermittelt.

Die Nutzung dieses Angebots wie des gesamten Leistungskatalogs orientiert sich dabei am Ziel der größtmöglichen Nutzerfreundlichkeit: Per Mausklick treten die Versicherten schnell und bequem mit der BKK FTE in den Online-Dialog.

Vom heimischen PC aus können sie Adressenänderungen (auch für mitversicherte Familienangehörige) vornehmen, eine neue Versichertenkarte bestellen und verschiedene Leistungsanträge stellen, z.B. Anträge auf Leistungen aus der Pflegeversicherung, auf Befreiung von Zuzahlungen und auf Familienversicherung.

Fehlt unmittelbar vor einem Auslandsaufenthalt noch der Auslandskrankenschein, kann der Internet-Nutzer das Problem auf einfache Weise lösen. Er druckt einen Auslandskrankenschein einfach auf dem heimischen Drucker aus. Wer online Anträge stellt, ist außerdem teilweise von Formalitäten befreit: Automatisch werden die persönlichen Daten (die Stammdaten) des Versicherten ins Formular eingesetzt, nachdem dieser lediglich seine Versicherungsnummer eingegeben hat.

Nun muss er nur noch weitere individuelle Angaben einfügen - ein weiterer Klick - und das Formular ist per Datenleitung auf dem Weg zur BKK. Unbefugte haben dank eines technisch ausgereiften Sicherheitssystems keinen Zugriff auf die persönliche Daten der BKK-Mitglieder. Alle persönlichen Daten werden bei der Übertragung vom Rechner des Versicherten zum Server der BKK FTE und umgekehrt sicher verschlüsselt.

"Security-Socket-Layer Protokoll" heißt das komplexe System zur Datensicherheit, das gleichwohl denkbar einfach zu nutzen ist. Auch für die Versicherten, die noch nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen, um einen datensicheren Online-Dialog zu führen, öffnet die BKK FTE die Tür zum umfassenden Schutz der elektronischen Kommunikation: Das Zertifikat kann jeder Versicherte unkompliziert von der Web-Seite der BKK FTE herunterladen und installieren.

Pressemitteilung der BKK FTE

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