Wer beabsichtigt bei der Neu- oder Anschlussfinanzierung ein Immobiliendarlehen aufzunehmen, sollte zunächst einmal darauf Acht geben, welchen effektiven Jahreszins der Anbieter berechnet. Obwohl diese Größe ist zwar ein wichtiger Vergleichsmaßstab ist, sollte er jedoch nicht der einzige Faktor bei der Entscheidung bleiben.
Im Gegensatz zu Abschlussgebühren und Disagio müssen beispielsweise die Wertermittlungsgebühren im Effektivzins nicht berücksichtigt werden. Das machen sich insbesondere einzelne Hypothekenbanken zunutze und berechnen teilweise mehr als 1000 Euro dafür, dass ein Kreditsachbearbeiter ein paar Minuten lang die Baupläne des Kreditkunden anschaut.
Wer als Bauherr den Kaufpreis je nach Stand der Fertigstellung in mehreren Raten zahlt, sollte überdies schon beim Angebotsvergleich kontrollieren, ob die Hypothekenbank zusätzlich einen Teilauszahlungszuschlag verlangt. Obwohl heute die Abläufe bei Geldbeschaffung und Kreditauszahlung größtenteils automatisiert sind, halten manche an diesem Gebührenposten fest.
So mancher Immobilienbesitzer will sich bei der Anschlussfinanzierung heute schon die aktuell günstigen Zinsen sichern, auch wenn der neue Anschlusskredit erst in einigen Monaten zur Auszahlung kommen soll. In diesen Fällen verlangen Kreditinstitute einen Bereitstellungszins, der üblicherweise 0,25 Prozent pro Monat beträgt. Auch davon wird der offizielle Effektivzins nicht beeinflusst. Dennoch verteuert sich ein zehnjähriges Darlehen unterm Strich bereits um rund 0,12 Prozentpunkte pro Jahr, wenn nur drei Monate lang Bereitstellungszinsen gezahlt werden. Während manche Institute bereits zwei Monate nach Vertragsschluss Bereitstellungszinsen verlangen, lassen sich andere damit bis zu einem halben Jahr Zeit.
Beim Wechsel des Kreditinstituts kommen noch weitere Kosten hinzu, die für die Übertragung der Grundschulden anfallen. Hier müssen je nach Darlehenshöhe mehrere hundert Euro für den Notar und das Grundbuchamt eingerechnet werden. Zwar ist damit ein gewisser Aufwand verbunden, doch die Mühe lohnt sich allemal, denn bei den sechsstelligen Kreditbeträgen summieren sich schon Kostenvorteile im Promillebereich zu beachtlichen Beträgen.
| # | Anbieter | Produkt | Zinssatz |
|---|---|---|---|
| 1 | Sparda-Bank Nürnberg | Sonderkreditprogramm Eigenheimfinanzierer | 2,43% |
| 2 | Enderlein | Baugeld | 2,56% |
| 3 | MKIB | Annuitätendarlehen | 2,56% |
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