Der Bund der Versicherten (BdV) warnt vor einem übereilten Wechsel in die private . Nach Beobachtungen der Hamburger Verbraucherschutzorganisation ködern private Krankenversicherer und ihre Vermittler Kunden mit unrealistischen Versprechen. Das böse Erwachen kommt für viele Verbraucher später, wenn erste Probleme mit Erstattungen und drastische Beitragserhöhungen kommen.
Wer als Single in die private wechselt und später eine Familie gründet, muss für jedes Kind und für nicht erwerbstätige Ehepartner eine eigene Prämie zahlen, warnt der BdV. Beitragsfreie Mitversicherung kennt der private Versicherungsvertrag nicht. Für Familien kann die private gar unbezahlbar werden, denn anders als bei der gesetzlichen ist der private Versicherungsvertrag nicht an die Einkommensentwicklung gekoppelt.
Der Weg zurück in die gesetzliche ist dann aber so gut wie ausgeschlossen. Nur Arbeitnehmer, die jünger als 55 Jahre und ein ganzes Jahr pflichtversichert sind, also weniger als 46.350 Euro im Jahr verdienen, könnten ihre Entscheidung revidieren. Nach Vollendung des 55. Lebensjahres ist eine Rückkehr grundsätzlich ausgeschlossen. Doch gerade im Rentenalter steigen die Beiträge rapide an, während die Beiträge der fallen, weil sie als Prozentsatz von den im Alter meist niedrigeren Einkünften berechnet werden.
Wer dennoch wechseln will, sollte die Anträge mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit ausfüllen und insbesondere alle Vorerkrankungen genau angeben, auch wenn ein Vermittler meint, einige bräuchten nicht angegeben zu werden. Der BdV rät: Niemand sollte zur privaten überwechseln, ohne sich vorher neutral beraten zu lassen.
Auch vor den aktuellen Angeboten zur warnen die Versicherungsexperten. Alle gesetzlich krankenversicherten Verbraucher werden aktuell von Angeboten zu Ergänzungsversicherungen bei privaten
| # | Anbieter | Produkt | Zinssatz |
|---|---|---|---|
| 1 | MoneYou | Tagesgeld | 2,55% |
| 2 | Bank of Scotland | Tagesgeld | 2,40% |
| 3 | 1822direkt | ZinsCash (Standardzins) | 2,30% |
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