Wenn die Zinsen im Keller sind, ist Bausparen besonders attraktiv. Wer später bauen will, sichert sich so niedrige Darlehenszinsen für die Zukunft. Dank staatlicher Förderung ist der Bausparvertrag aber auch für Anleger interessant.
Frau Müller hat Pech gehabt: Vor acht Jahren hat sie einen Bausparvertrag abgeschlossen, der jetzt endlich zuteilungsreif ist. Sie kann ihr Darlehen in Anspruch nehmen - zu einem Zinssatz von 5,5 Prozent. Vor einigen Jahren war das noch günstig, doch dann rutschten die Zinsen in den Keller.
Mittlerweile sind Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung schon für rund vier Prozent zu haben. Nimmt Frau Müller jetzt ihr Bauspardarlehen in Anspruch, macht sie Verluste. Besser ist es, wenn sie auf das Darlehen verzichtet und sich das Guthaben auszahlen lässt. Im günstigsten Fall erstattet die Bausparkasse auch die Abschlussgebühr.
Fazit: Für Bausparer, deren Verträge in diesen Monaten zuteilungsreif werden, hat sich der Vertrag nicht unbedingt gelohnt. Hypothekenbanken und Sparkassen bieten derzeit günstiges Baugeld ohne lange Ansparphasen. Allerdings war das heutige Zinstief beim Abschluss der Verträge noch nicht absehbar. Und die Hypothekenzinsen werden nicht ewig auf ihrem niedrigen Niveau bleiben. Wer in einigen Jahren bauen will, sollte sich deshalb jetzt günstige Darlehenszinsen sichern.
Gerade in Zeiten niedriger Zinsen wird der Bausparvertrag aber auch für Anleger interessant, die gar kein Baudarlehen brauchen. Die staatliche Förderung macht Bausparen zum Renditebringer für alle, die die Einkommensgrenzen nicht überschreiten.
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