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23.10.2009

Auswirkungen auf Versicherungs- und Bankkunden durch Quelle-Insolvenz

Viele verunsicherte Kunden der KarstadtQuelle Versicherung AG, der KarstadtQuelle Bank AG und der Quelle Bauspar AG wollen jetzt wissen, ob sich die Insolvenz des Versandhauses Quelle auch auf ihre Bank- und Versicherungsverträge negativ auswirkt. Für sie gilt: Die Insolvenz trifft sie nur am Rande. Das heißt, geschlossene Verträge sind unverändert wirksam und von beiden Vertragspartnern zu erfüllen.

KarstadtQuelle Versicherung AG (Fürth): Das Unternehmen gehört bereits seit vielen Jahren zur ERGO Versicherungsgruppe AG, die wiederum bei der Münchener Rückversicherungsgesellschaft AG abgesichert ist. In keiner dieser Gesellschaften gibt es derzeit sichtbare Anzeichen für eine Insolvenz. Bestehende Verträge, etwa Krankenzusatz- oder Kfz-Versicherungen, laufen demnach ohne Auswirkungen fort.

KarstadtQuelle Bank AG (Neu Isenburg): Das Institut ist nicht von der Insolvenz des Versandhauses betroffen. Die Bank gehört zur Valovis Bank AG und diese ist rechtlich und finanziell vom Arcandor-Konzern, der Quelle-Mutter, unabhängig. Wer also einen Kredit bei der KarstadtQuelle Bank abgeschlossen hat, muss seine Raten wie vereinbart weiter zahlen. Wurde zur Finanzierung eines Warenkaufs beim Quelle-Versandhaus ein Darlehen bei einem anderen Kreditinstitut aufgenommen, muss der Betrag selbstverständlich auch vertragsgemäß zurückgezahlt werden. Teilt der Insolvenzverwalter dem Kreditnehmer in diesem Zusammenhang eine neue Bankverbindung mit, ist die Rate nur noch auf dieses Konto zu zahlen. Die von der KarstadtQuelle Bank ausgegebenen Kreditkarten können weiter genutzt werden. Die jüngsten Meldungen der Bank zum Kartenmissbrauch stehen zwar offensichtlich nicht mit der Insolvenz des Versandhauses im Zusammenhang, sollten aber beachtet werden. Ist es zu einem Datenklau gekommen, den die Bank zu verantworten hat, muss das Kreditinstitut dafür im Schadenfall haften. Tagesgeldkonten oder Sparbriefe bei der KarstadtQuelle Bank sind über die gesetzliche und die freiwillige Einlagensicherung geschützt.

Quelle Bauspar AG (Fürth): Der Gesellschaft ging es nicht zuletzt auch wegen ausbleibender Neukunden wirtschaftlich schlecht. Presseberichten zufolge wurde sie deshalb jüngst von einer Beteiligungsgesellschaft übernommen, die das Unternehmen abwickeln will. Neue Verträge werden demnach wohl nicht mehr abgeschlossen. Alle bestehenden Bausparverträge werden aber forgeführt. In einem Pleitefall wären die Einlagen der Bausparer ebenfalls gesichert. Nur der Anspruch auf das Bauspardarlehen wäre möglicherweise hinfällig.

(Pressemitteilung Verbraucherzentrale Baden-Württemberg)

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