Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) meldet für den Monat Oktober einen unerwartet starken Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel von 17,2 Prozent je Mitglied.
Über 57 Millionen Euro musste die mit rund 1,9 Millionen Versicherten viertgrößte bundesweit agierende gesetzliche Kasse an öffentliche Apotheken überweisen.
"Das ist ein historischer Höchststand, der in erster Linie auf einen Anstieg der Menge ausgegebener Arzneimittelrezepte um neun Prozent zurückzuführen ist.
Wir beobachten in diesem Jahr, dass jeweils im ersten Monat eines Quartals mehr Mengen abgegeben werden als in den anderen Monaten", erklärt der KKH-Vorstandsvorsitzende Ingo Kailuweit.
Dem könnte zugrunde liegen, dass sich das Versichertenverhalten durch die Praxisgebühr geändert hat. Viele Versicherte scheinen jeweils zum Quartalsbeginn wichtige Arztbesuche wahrzunehmen, bei denen dann Rezepte und Überweisungen für das ganze Quartal ausgestellt werden.
Aber der erhebliche Kostenanstieg im Oktober ist nicht allein mit dieser Entwicklung zu begründen, denn auch die verordneten Medikamente sind im Vergleich zum Vorjahr spürbar teurer geworden.
"Für das gesamte Jahr 2007 rechnen wir mit einer Kostensteigerung unserer Arzneimittelausgaben von neun Prozent.
Das wichtigste Instrument um diese bedenkliche Entwicklung kurzfristig zu bremsen ist ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf Medikamente!", so Kailuweit.
Pressemitteilung der KKH
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